24. bis 30. April 2017 Grand Tour: Golf von Neapel und Amalfi-Küste

Reste der antiken Stadt Pompeji am Golf von Neapel

24. bis 30. April 2017

GRAND TOUR: Golf von Neapel und Amalfi-Küste

mit Kurator Thomas Martin

(in Zusammenarbeit mit IBK Bildung und Kulturreisen GmbH)

 

Mit Entdeckung Herculaneums 1738 und Pompejis 1748 erlebte die Grabungsarchäologie ihren ersten großen Höhepunkt, der den Blick ganz Mitteleuropas auf Italien lenkte. Neben Buchwerken und Stichen dieser Neuentdeckungen etablierte sich als Teil der Allgemeinbildung der adligen Oberschicht eine Studienreise zu den berühmten Stätten selbst, die sog. „Grand Tour“. Die antiken Ruinen am Golf von Neapel und auf Sizilien sowie die Meisterwerke der antiken Bildhauerkunst in Rom stellten die begehrten Hauptreiseziele der Bildungsbeflissenen dar, für die sie diese beschwerliche und abenteuerliche Reise auf sich nahmen.

 

Im März 2017 beleuchtet eine Ausstellung im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Kooperation mit der Alten Sammlung dieses für die europäische Geistesgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts elementare Phänomen der Bildungsreise und gibt anhand der Kavalierstour Einblicke in die frühe Form des Tourismus.

Der Kurator der Ausstellung „Grand Tour“, Thomas Martin, begleitet uns vom 24. bis 30. April 2017 zum Golf von Neapel und zur Amalfi-Küste und wird mit uns auf den Spuren der Bildungsreisenden des 18. Jahrhunderts wandeln.

 

Unser Reiseverlauf im Überblick:

Montag, 24. April 2017:

Anreise an den Golf von Neapel – Barocke Leichtigkeit in Italiens Süden – Schloss und Park Caserta - Neapels königliches Viertel

Transfer von Saarbrücken/Homburg zum Flughafen Frankfurt. Nonstop-Flug nach Neapel. Nach der Ankunft geht es zu einem Kunst-, Kultur- und Landschaftserlebnis besonderer Art, zum weitläufigen Landschaftspark und Schloss Caserta. Es ist eines der größten Schlösser Europas, wurde als Residenz der Bourbonen für deren Herrschaft über die Königreiche Neapel und Sizilien errichtet und zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach dem Besuch des Schlosses steht das Landschaftserlebnis im Mittelpunkt: Der Barockgarten wurde als großer Bergpark konzipiert und mit Wasserbassins, Brunnen, zahlreichen Wasserfällen und Kaskaden ausgestattet. Rückfahrt am Nachmittag nach Neapel. Auf der Fahrt zum Hotel erleben wir einen weiteren landschaftlichen Höhepunkt. Wir besuchen die Anhöhe oberhalb des Golfs von Neapel und genießen einen wundervollen Ausblick über das Meer und den Golf. Von hier aus geht es hinunter ins historische Zentrum. Ergänzend zu unserem Caserta-Besuch ist der königlich-repräsentative Teil Neapels mit der Piazza Plebiscito das Ziel. Es ist jener berühmte halbkreisförmige Platz, an dem die nach dem Vorbild des römischen Pantheons gebaute Kirche San Francesco di Paola sowie der frühbarocke ehem. Königspalast stehen. Zu den Wahrzeichen der Stadt zählt auch das benachbarte wuchtige mittelalterliche Castel Nuovo. Zimmerbezug und Abendessen

 

Dienstag, 25. April 2017:

Historisches Neapel und das Spacca-Quartier – Caravaggio – Zeitreise ins Römische Reich: Archäologisches Museum – Prunk der Belle Époque – Mit der U-Bahn in die Moderne

Am Vormittag steht ein “typisches” Quartier von Neapel auf dem Programm: das Spacca mit seinen Gassen und Baudenkmälern. Zu ihnen zählen die ehem. mittelalterliche Klosterkirche Santa Chiara und die Kirche Pio Monte della Misericordia. In ihr werden das prächtige Gemälde "Nostra Signora della Misericordia" von Caravaggio sowie Werke seiner Schüler präsentiert. Nachdem Caravaggio als mutmaßlicher Mörder aus Rom floh, kam er zunächst in Neapel unter und schuf u.a. jenes figurenreiche Bild mit seinen scheinwerferartigen Lichteffekten, das die christliche Nächstenliebe symbolisieren soll. Caravaggio wählte keine künstlichen Motive, sondern bevorzugte Alltagsszenen und „normale“ Menschen als Modelle. Entsprechend spielt sich die Bildhandlung in einer lebhaften Gasse von Neapel ab. Anschließend geht es in die äußerlich schlichte Cappella Sansevero, die in ihrem Inneren nicht nur mit barocken Ausmalungen, sondern mit einer ungewöhnlichen Christusfigur besticht. Der Neapolitaner Barock-Künstler Giuseppe Sanmartino schuf die Marmor-Figur des „Christus unter dem Schleier“, der nahezu transparent verhüllt auf dem Totenbett liegt. Das barocke Neapel runden wir mit einigen Palazzi sowie der Chiesa del Gesù Nuovo (jeweils außen) ab, bevor es zum letzten Vormittagsziel geht: Kirche und Kloster Santa Chiara. Bedeutung erlangte die Kirche als Grablege der Könige von Neapel und Sizilien. Von hier aus ist es nicht weit zur ehem. mittelalterlichen Klosterkirche Santa Chiara mit einem überaus farbig-erzählerischen Kreuzgang, der mit Malereien sowie prächtigen Kachelschmuck (Azulejos) einlädt. Nach der Mittagspause steht ein kulturgeschichtlicher Höhepunkt auf dem Programm, ein Besuch im Museo Archeologico Nazionale. Er zeigt nicht nur die Schätze aus Herculaneum und Pompeji, sondern bietet einen wundervollen Einblick in den Alltag römischer Städte der Antike. Einen besonderen Aspekt bietet das Geheimkabinett Erotischer Kunst. Hier werden erotische Objekte, die in der Antike zu jedem Haushalt gehörten, öffentlich gezeigt. Wir lassen den Nachmittag ausklingen mit einem Besuch in der Galleria Umberto I. Sie ist mit einer großen Glaskuppel überdacht und liegt direkt gegenüber dem Teatro San Carlo. Sie ist ein wundervolles Beispiel des Historismus aus der Zeit um 1890 - mit farbigem Glas und Marmor - und ein „Zwilling“ der berühmten Mailänder Galerie. Mit der U-Bahn der Linie 1 erleben wir abschließend in Richtung Hotel eine Zeitreise in die Moderne. Wir fahren (mit Unterbrechungen an sehenswerten Haltestellen) mit der „Metro dell’Arte“ (U-Bahn der Kunst). Abendessen im Restaurant und Übernachtung in Neapel.          

 

 

Mittwoch, 26. April 2017:

Die Region des Cilento – Großgriechenland in Italiens Süden – Paestum – Vesuv

Heute unternehmen wir einen Ausflug in die Region des Cilento, die sich etwa 90 km südlich von Neapel zwischen Sapri und Paestum erstreckt. Im Nationalpark des Cilento, dem zweitgrößten Nationalpark Italiens, begegnen sich Orient und Okzident, Meer und Berge sowie nordische und afrikanische Kultur. Der Nationalpark wurde 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist Teil unserer Fahrt zum ersten großen Erlebnis des heutigen Tages: Paestum, das in vorchristlicher Zeit von griechischen Kolonisten besiedelt wurde. Aus dieser Epoche des Großgriechenland zeigt Paestum noch heute beeindruckende und gut erhaltene Bauten wie Basilika, Neptuntempel, Amphitheater, Cerestempel oder Forum. Ein Besuch im Grabungsmuseum, in dem u.a. das berühmte Fresko des Tauchers zu sehen ist, rundet den Paestum-Aufenthalt ab. Auf der Rückfahrt nach Neapel geht es in die Region des Vesuvs, in der ein qualitätvoller Weinanbau betrieben wird. Wir besuchen ein Weingut und essen dort zu Abend. Anschließend Rückfahrt nach Neapel.

 

Donnerstag, 27. April 2017:

Zeitreise ins Römische Reich: Pompeji – Die Phlegräischen Felder

Am Vormittag geht es nach Pompeji (UNESCO-Weltkulturerbe seit 1997), das zum Zeitpunkt seiner Zerstörung durch einen Vesuv-Ausbruch ca. 25000 Einwohner zählte. Zu den Höhepunkten des Besuchs zählen eine Besichtigung prächtig ausgemalter Thermen sowie die Villa der Mysterien mit leuchtenden Malereien. Am Nachmittag erleben wir einen weiteren landschaftlichen Höhepunkt. Wir besuchen die Phlegräischen Felder, eine vulkanisch geprägte Region, die sich am westlichen Golf von Neapel entlang zieht. Wir besuchen den "Cratere Solfatara", einen noch aktiven Vulkankrater mit einem Kratersee. Als Schlusspunkt des heutigen Tages erkunden wir den vulkanisch geprägten Ort Pozzuoli, direkt am Golf gelegen, mit einem römischen Amphitheater. Rückfahrt nach Neapel. Abendessen und Übernachtung in Neapel.

 

Freitag, 28. April 2017:

Ausflug zur Insel Capri

Heute unternehmen wir einen Schiffsausflug zur Insel Capri. Nach der Ankunft im malerischen Marina grande fahren wir mit der Standseilbahn zum Hauptort Capri. Er lädt mit einem überaus malerischen Ortsbild ein, das den optischen Rahmen für eine Operette liefern könnte: Kleine Plätze, weiße Häuschen und enge Gassen wie im Orient. Ferner steht die Villa Jovis auf dem Programm, der weitläufige Sommersitz des römischen Kaisers Tiberius. Vorbehaltlich des Wellengangs steht ein Besuch in der Blauen Grotte auf dem Programm Rückfahrt nach Neapel am Nachmittag. Abendessen und Übernachtung in Neapel. Samstag, 29. April 2017: Golf von Salerno – Orient und Okzident in Amalfi – Auf der schönsten Küstenstraße der Welt nach Ravello Eine der schönsten Küstenstraßen, mit üppiger Vegetation, steilen Schluchten, bizarren Felsformen und bunten Dörfern, führt am heutigen Tag nach Amalfi. Sie zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Kernstück der alten Seerepublik Amalfi, die schon im 9. Jahrhundert bestand, ist der Dom mit starkem orientalischen Einfluss, denn Amalfi war Drehscheibe im Handel zwischen Orient und Okzident. Wir besuchen den Dom, den Kreuzgang und die Krypta, in dem die Gebeine des Apostel Andreas bewahrt werden, dem Schutzpatron von Amalfi. Über die Küstenstraße geht es am späten Nachmittag nach Ravello mit seinen reizvollen Gassen, Treppen und Laubengängen. Einen ausgesprochen reizvollen Kontrast zu den bisher kennengelernten Kulturschätzen bildet das Auditorium in Ravello: moderne Architektur wie eine große Skulptur inmitten der mediterranen Landschaft. Der Wegbereiter der modernen brasilianischen Architektur, Oskar Niemeyer, hat diesen organischen Konzertsaal geschaffen, der sich wie eine Stahlbetonwelle aus der Landschaft abhebt. (Eine Innenbesichtigung erfolgt unter dem Vorbehalt von Tagungen oder Events). Abendessen und Übernachtung in Neapel.

 

Sonntag, 30. April 2017:

Herculaneum und Oplontis (Villa Poppaeae)

Am Vormittag geht es zu einem Besuch in Herculaneum. Die Stadt erlebte mit dem Vesuv- Ausbruch und der Verschüttung im Jahre 79 n.Chr. dasselbe Schicksal wie ihre prominente Schwester Pompeji. In Herculaneum, das durch seine zahlreichen kleinen Gärten besticht, ist mit kleineren Dingen wie z.B. häuslichen Gegenständen sehr viel mehr erhalten als in Pompeji: Viele Holzteile sind nicht verbrannt, sondern unter einem dicken Lava-Schlammpanzer bewahrt worden. Gut erhalten sind z.B. die Fassade der "Casa del Tramezzo carbonizzato", das "Haus des Färbers" mit hölzerner Presse, die Bäckerei mit Mühlen und Backofen oder der Weinladen mit Verkaufstresen. Nur wenig entfernt liegt der Schlusspunkt des heutigen Tages in Oplontis, wo erst 1964 die (ebenfalls 79 n.Chr. verschüttete) Villa Poppaeae freigelegt wurde, vermutlich Wohnsitz der zweiten Ehefrau Neros. Besonders prächtig sind farbenfrohe Wandmalereien. Rückfahrt nach Neapel mit Mittagspause. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen. Rückflug von Neapel nach Frankfurt.

****Änderungen vorbehalten, insbesondere aufgrund des Nationalfeiertages am 25. April 2017****

 

Unsere Leistungen:

- Flughafentransfer von Saarbrücken und Homburg zum Flughafen nach Frankfurt/Main und zurück

- Flüge mit Lufthansa in der Economy Klasse von Frankfurt nach Neapel am 24. April 2017 (LH 334, 10.10-12.05 Uhr), und zurück von Neapel nach Frankfurt am 30. April 2017 (LH 323, 18.40- 20.45 Uhr), alle Steuern und Sicherheitsgebühren*

- 6 Übern. / Frühstück im Hotel Ramada Naples****

- 2 Abendessen im Hotel (exkl. Getränke)

- 3 Abendessen in Restaurants (exkl. Getränke)

- 1 Abendessen auf dem Weingut (Vesuv-Region; exkl. Getränke)

- Eintritt und Führung: Schloss und Park Caserta, Kirche und Kloster Santa Chiara, Cappella Sansevero, Pompeji, Dom zu Amalfi, Villa des Tiberius / Capri, Paestum, Herculaneum, Villa Poppaeae (Oplontis), Museo Archeologico Nazionale mit Geheimkabinett Erotischer Kunst

- Geführter Ausflug in die Phlegräischen Felder

- Führung in Pozzuoli

- Fahrt mit der Metro Nr. 1 (Künstler-Metro)*

- Stadtführung Neapel

- Führung in Amalfi

- Besuch in Ravello / Golf von Salerno

- Schifffahrt zur Insel Capri*

- Standseilbahn auf der Insel Capri (Marina grande nach Capri-Ort und retour)* 

- Geführter Ausflug in die Region des Cilento

- Führung in die untere Vesuv-Region

- Trinkgelder

* Bei Verkehrsmitteln aller Art tritt IBK Bildung und Kulturreisen GmbH nur als Vermittler auf

 

Reiseleitung Fördergesellschaft:

Dr. Elke Schwarz

Wissenschaftl. Reisebegleitung:

Kurator Thomas Martin

 

Nicht eingeschlossen sind alle nicht ausdrücklich so bezeichneten Leistungen; Reiserücktrittskostenversicherung, weitere Mahlzeiten, Getränke sowie alle übrigen Ausgaben privater Natur und Nebenkosten im Hotel (Telefon etc).

 

Mindestteilnehmerzahl:

20 Personen

Anmeldebestätigung erfolgt nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl

 

Reisepreis:

1790,00 Euro pro Person im Doppelzimmer

  240,00 Euro Einzelzimmerzuschlag

(Sollten noch zusätzliche Plätze frei sein, können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Aufschlag: 50,00 Euro p.P.)

 

Anmeldeschluss:

27. Januar 2017

 

Für diese Reise gelten die Reisebedingungen des Veranstalters "IBK Bildung und Kulturreisen GmbH", Henstedt-Ulzburg.

Anmeldung



Wenn Sie sich für eine Reise mit Übernachtung angemeldet haben, geben Sie bitte im Feld "Anmerkungen" an, ob Sie ein Doppelzimmer (DZ) oder Einzelzimmer (EZ) wünschen, und ob Sie eine Reiserücktrittskostenversicherung (RRKV) benötigen.