26. bis 29. Okt. 2017 Manet

26. bis 29. Oktober 2017

Kunstreise: Edouard Manet / Wuppertal

mit Skulpturenpark Waldfrieden, Museum Ostwall Dortmund und Insel Hombroich mit Atelierbesuch bei Katharina Hinsberg

 

Zeit seines Lebens war Edouard Manet (1832-1882) ein Einzelgänger. Vielleicht macht gerade diese Unabhängigkeit seine Sicht auf die Kunst und die Phänomene der Welt so neu und interessant, dass uns seine - oft rätselhaften - Werke bis heute faszinieren. Das Von der Heydt-Museum Wuppertal präsentiert im Herbst 2017 mit einer Schau das ganze Oeuvre, beginnend mit den ersten tastenden Versuchen als Schüler von Thomas Couture und endend mit den letzten so strahlenden Gartenbildern aus Rueil von 1882.

Manets Verhältnis zur Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts steht im Zentrum der Ausstellung. Die bewundernden und an Manet orientierten Werke seiner Künstlerfreunde und die wütenden Texte seiner Kritiker spiegeln in der Ausstellung die Faszination, die von diesen Heroen der Malerei ausging. Der Überblick über sein Werk umfasst u.a. Bilder seiner spanischen Phase, die bekannten Seestücke sowie seine späten Porträts und Figurenszenen mit ihrer psychologischen Spannung zwischen den Protagonisten; sie scheinen bereits Fragen der modernen Psychoanalyse in Bildform vorwegzunehmen. Manets frappierende Bildkompositionen waren wegweisend und machten ihn zu einem Künstler, der Bahnbrechendes für die Malerei geleistet hat und nachfolgende Künstlergenerationen bis heute inspiriert.

 

Neben dem Besuch dieser vielversprechenden Ausstellung im Von der Heydt-Museum in Wuppertal stehen außerdem der Skulpturenpark Waldfrieden, das Museum Ostwall in Dortmund, das Leopold-Hoesch-Museum in Düren sowie unter anderem die Insel Hombroich auf unserem spannenden Programm.

 

 

Unser Reiseverlauf im Überblick: 

 

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Busfahrt ab Homburg und Saarbrücken in die Eifel nach Wachendorf. In dem kleinen Ort in der Nähe von Bad Münstereifel hat 2007 der Schweizer Architekt Peter Zumthor auf Initiative des Ehepaares Trudel und Hermann-Josef Scheidtweiler eine kleine Feldkapelle zu Ehren des Hl. Nikolaus von Flüe errichtet. Ausgeführt wurde der kristalline, fensterlose Baukörper in traditioneller Bauweise aus Stampfbeton über einem zeltförmigen Gerüst aus Fichtenstämmen, das im Innern sichtbar geblieben ist.

In Düren, das eine knappe Autostunde von Wachendorf entfernt liegt, besuchen wir das Leopold-Hoesch-Museum. Es geht zurück auf die Stiftung des Dürener Industriellen Leopold Hoesch (1820 – 1899), der den prächtigen Museumsbau 1905 stiftete. Die Sammlung wurde in den Wirren des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört und konnte nach 1949 durch gezielte Neuerwerbungen, Stiftungen und Schenkungen wieder zu einer qualitätvollen Sammlung mit Schwerpunkt Klassischer Moderne ausgebaut werden. Das Museum bleibt stark der zeitgenössischen Kunst verpflichtet und hat sich seit den 1980er Jahren zunehmend der Papierkunst zugewandt, die in einem eigenen Papiermuseum angemessen gewürdigt wird. Am späten Nachmittag Weiterfahrt nach Wuppertal. Zimmerbezug im 4****-Hotel Park Villa. Gemeinsames Abendessen in einem nahe gelegenen Restaurant. 

 

Freitag, 27. Oktober 2017

Der britische Bildhauer Tony Cragg erwarb 2006 das Wohnhaus des 1989 verstorbenen Wuppertaler Unternehmers Kurt Herberts. Zu der denkmalgeschützten Villa Waldfrieden im Stadtteil Hesselnberg gehörte ein 15 Hektar großer Park, den Cragg als Skulpturenpark anlegen ließ und 2012 nochmals um ein Drittel vergrößerte. Neben 23 eigenen Werken sind 17 weitere Skulpturen anderer Künstler wie Henry Moore, Eva Hild oder Markus Lüpertz zu sehen. Nach einer orientierenden Stadtrundfahrt durch Wuppertal, zu der auch die frisch sanierte Schwebebahn gehört, sehen wir im Von-der-Heydt-Museum die Sonderausstellung „Edouard Manet“. 15 Jahre nach der letzten großen Manet-Ausstellung unternimmt das renommierte Museum das ambitionierte Vorhaben, das Oeuvre des bedeutenden Künstlers umfassend zu präsentieren. Abends ist der Besuch einer Vorstellung des Pina-Bausch-Tanztheaters geplant (abhängig vom Spielplan, der erst im April erscheinen wird).

 

Samstag, 28. Oktober 2017

Bei Neuss liegt inmitten einer renaturierten Park- und Auenlandschaft eine der spannendsten deutschen Museumsinstitutionen, die Museum Insel Hombroich mit der Langen Foundation und der Skulpturenhalle Thomas Schütte. Auch hier stand eine private Initiative am Beginn des Projektes: 1982 erwarb der Düsseldorfer Sammler Karl-Heinrich Müller den verwilderten Park am Nordufer der Erft und errichtete nach Plänen des Bildhauers Erwin Heerich mehrere Ausstellungspavillons, in denen er seine Kunstsammlung im Dialog mit der umgebenden Natur präsentierte. Unterstützung fand er bei befreundeten Künstlern, u.a. bei Gotthard Graubner. 2002 nahm auch die Stiftung des Sammlerpaares Marianne und Viktor Langen in der Nachbarschaft zur Museum Insel Hombroich Gestalt an: der japanische Architekt Tadao Ando entwarf ein Ausstellungsgebäude auf dem Gelände der ehemaligen NATO-Raketenstation bei Neuss. Auf 1300 m² Ausstellungsfläche wird die exzellente Sammlung des Paares präsentiert: Malerei des 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Klassische Moderne und abstrakte Kunst der Nachkriegszeit, sowie japanische Kunst ab dem 12. Jahrhundert.

 

Darüber hinaus besuchen wir die Künstlerin Katharina Hinsberg in ihrem Atelier auf der Insel Hombroich. Im Jahr 2013 hat die Fördergesellschaft zwei Zeichnungen von ihr für die Sammlungen des Saarlandmuseums erworben.

 

Zuletzt wurde 2016 auf dem Gelände der ehemaligen Raketenstation Hombroich eine Skulpturenhalle eröffnet, die nach einem Modell von Thomas Schütte errichtet worden ist. Modelle für imaginäre Bauten gehörten zu Schüttes frühen Werkgruppen, die bis dahin aber nicht realisiert wurden. Hier finden nun regelmäßig Ausstellungen statt. Abends kehren wir zurück nach Wuppertal. Gemeinsames Abendessen in einem Restaurant in der Nähe des Hotels.

 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Nach dem Frühstück geht es weiter nach Hagen, wo wir im Emil Schumacher Museum einem Künstler begegnen, dessen Werk im Saarlandmuseum prominent vertreten ist. Die Sammlung geht auf die Stiftung von Dr. Ulrich Schumacher (Sohn des Künstlers) zurück, der der Stadt Hagen insgesamt über 500 Werke seines Vaters vermachte. Zu der umfangreichen Sammlung informeller Malerei gehören auch 100 Werke aus dem Besitz der Stadt Hagen. Mit dem Zechensterben ging im Ruhrgebiet auch der Niedergang traditionsreicher Brauereien einher. Aus dem ehemaligen Gär- und Lagerkeller der Dortmunder Union Brauerei, einem 1927 errichteten Hochhaus, wurde 2007 im Rahmen des Kulturhauptstadtprojektes Ruhr 2010 ein Zentrum für Kunst und Kreativität. Heute beherbergt es. u.a. das Museum Ostwall. Es wurde 1949 als städtisches Museum am Ostwall gegründet und hat seinen Fokus auf die Kunst des vergangenen Jahrhunderts gerichtet, wobei Fluxus einen Schwerpunkt bildet. Am Nachmittag geht es an Köln vorbei durch die Eifel zurück nach Saarbrücken und Homburg.

**** Änderungen vorbehalten **** 

 

Reiseleitung: Karl Meiser

Reisebegleitung: Dr. Elke Schwarz

 

 

Leistungen:

- Hin- und Rückreise im komfortablen Reisebus (ab Saarbrücken/Homburg), inklusive aller Transfers, die aus dem Programm hervorgehen

- 3 Übernachtungen im sehr guten 4****-Hotel Park Villa in Wuppertal

- Frühstücksbüfett

- Halbpension als 3-Gänge-Menü an den drei Abenden

- alle Rundfahrten, Rundgänge und Führungen vor Ort

- Eintrittsgelder für Bruder-Klaus-Feldkapelle, Leopold Hoesch-Museum, Eduard-Manet-Ausstellung im Museum Von-der-Heydt Wuppertal, Skulpturenpark Waldfrieden, Museumsinsel Hombroich, Langen Foundation, Kirkeby-Feld, Skulpturenhalle Thomas Schütte, Emil-Schumacher-Museum, Dortmunder U

- Trinkgelder

 

Nicht eingeschlossen sind alle nicht ausdrücklich so bezeichneten Leistungen; weitere Mahlzeiten, Getränke, weitere Trinkgelder sowie alle übrigen Ausgaben privater Natur und Nebenkosten im Hotel (Tel. etc.)

 

 

Reisepreis:

990,00 Euro pro Person im Doppelzimmer

160,00 Euro Einzelzimmerzuschlag

(Sollten noch zusätzliche Plätze frei sein, können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Aufschlag: 50,00 Euro p. P.) 

 

Anmeldeschluss:

15. August 2017

 

 

Es gelten die allgemeinen Zahlungs- und Reisebedingungen der Firma "König & Meiser Kulturreisen", Saarbrücken, sowie bei Abweichungen die Bedingungen der Leistungsträger. Änderungen durch die Leistungsträger vorbehalten.

 

Anmeldung



Wenn Sie sich für eine Reise mit Übernachtung angemeldet haben, geben Sie bitte im Feld "Anmerkungen" an, ob Sie ein Doppelzimmer (DZ) oder Einzelzimmer (EZ) wünschen, und ob Sie eine Reiserücktrittskostenversicherung (RRKV) benötigen.