18. bis 23. Sept. 2018 Turin

Schloss Venaria Reale, Turin
Schloss Venaria Reale, Turin

18. bis 23. September 2018

Kunstreise: Turin - Barocke Planstadt und Arte Povera

mit Direktor Dr. Roland Mönig

 

 

Die piemontesische Hauptstadt Turin gilt als eine der schönsten Städte Norditaliens. Über mehrere Jahrhunderte war Turin Sitz des Königshauses der Savoyen und Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches. Davon zeugen auch heute noch herrschaftliche Schlösser rund um Turin. Unter der Regentschaft von König Viktor Emanuel II. war Turin in den Jahren 1861 bis 1865 sogar die Hauptstadt Italiens. Heute ist Turin eine elegante Residenzstadt, die mit zahlreichen bedeutenden Museen und architektonischen Highlights wie die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden 13 Residenzen des Hauses Savoyen als ein Musterbeispiel einer barocken Planstadt gilt.

Ausflüge nach Barolo und Alba ergänzen unser Besichtigungsprogramm auch in kulinarischer Hinsicht.

 

Unser Reiseverlauf im Überblick:

Dienstag, 18. September 2018: Frankfurt – Turin

Am Morgen starten wir mit einem Transfer von Saarbrücken/Homburg zum Flughafen Frankfurt. Nonstop-Flug mit Lufthansa nach Turin. Ein erster Spaziergang in der Turiner Innenstadt vom Bahnhof Porta Nova zum Residenzschloss ist gleichzeitig ein Parcours durch die ältere Geschichte der Stadt. Zeugnisse der römischen Stadt Augusta Taurinorum sind u. a. die Porta Palatina und die Reste eines respektablen Amphitheaters. Die Kathedrale ist ein eher bescheidener Renaissancebau, dem später die triumphale Cappella del Santo Sindone zur Aufbewahrung des berühmten Turiner Grabtuchs angefügt wurde. Der geniale Architekt war Guarino Guarini, der auch die viel bewunderte Kuppel der nahe gelegenen Kirche San Lorenzo schuf. Nach den ersten Kunsteindrücken ist es an der Zeit, eines der berühmten historischen Kaffeehäuser zu besuchen, für die Turin ebenso bekannt ist wie für die süßen Gianduiotto. Zimmerbezug im Hotel und Abendessen.

 

Mittwoch, 19. September 2018: Galleria Sabauda – Ägyptisches Museum

Turin erlebte seine Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert als Residenzstadt des Hauses Savoyen und ist ein Musterbeispiel einer barocken Planstadt. Symmetrisch zu beiden Seiten der vom Residenzschloss ausgehenden Hauptachse ist auf schachbrettartigem Grundriss die Barockstadt entstanden. Das Gelenk zwischen Königspalast und Stadt ist die Piazza Castello mit dem königlichen Opernhaus und dem Palazzo Madama, einem Meisterwerk Filippo Juvarras, mit prächtigem Festsaal und einem lichtdurchfluteten Teppenhaus. In einem Nebengebäude des Königspalastes ist seit kurzem die hochkarätige Galleria Sabauda untergebracht. Sie basiert auf den Kunstsammlungen der Savoyer und zeigt erstklassige Werke vor allem flämisch-niederländischer und italienischer Malerei. Von ihrem alten Standort, dem Akademiegebäude, musste sie weichen, um dem Ägyptischen Museum mehr Platz zu geben, das nach dem Nationalmuseum in Kairo als das bedeutendste Museum altägyptischer Kunst gilt. Unweit der Universität dominiert die kuriose Mole Antonelliana das Stadtbild. Die Auffahrt mit dem nostalgischen Fahrstuhl ist ein Muss, und das Filmmuseum ist gleich angeschlossen.

 

 

Donnerstag, 20. September 2018: La Superga – Fondazione Merz

Heute steht uns ein Bus für eine Stadtrundfahrt zur Verfügung. Erstes Ziel ist die barocke Wallfahrtskirche La Superga von F. Juvarra mit Panoramablick über die Stadt. Turin war die erste Stadt Italiens, die im 1863 eröffneten städtischen Museum eine öffentliche Sammlung moderner Kunst zeigte. Die Galleria Civica d’Arte Moderna zeigt unter anderem Werke von Morandi, De Pisis, Manzù. Fontana und Mastroianni bis zur Arte Povera, einer Bewegung, deren kreatives Zentrum in Turin lag. Die nach dem Tod des “Begründers” der Arte Povera Bewegung Mario Merz in einem ehemaligen Heizwerk gegründete Fondazione Merz möchte ein "Haus-Tempel" für den Künstler-Philosophen sein, der die Spirale wählte, um die kosmische Bewegung, den kontinuierlichen und regenerierenden Zyklus der Natur zu beschreiben. Einst war die alte FIAT-Fabrik in Lingotto die größte Autofabrik der Welt, praktischerweise mit einer Autoteststrecke gleich auf dem Dach. Die FIAT-Erben Giovanni und Marella Agnelli beauftragten Renzo Piano mit dem Umbau des Gebäudes zu einem Auditorium und einer privaten Pinakothek in der Werke u. a. von Canaletto, Matisse, Picasso, Renoir, Manet, Balla, Severini, Modigliani, Bellotto, Tiepolo, Canova zu bewundern sind. Kunst im Freien bietet der Parco Arte Vivente, etwas nostalgischer gibt sich der Parco Valentino am Po-Ufer, ein Relikt der Expo 1884.

 

 

Freitag, 21. September 2018: Langhe – Barolo – Alba

Jeder Hofstaat ernährt sich von seinem Hinterland. Das fruchtbare Land am Fuße der Berge, Piemont, war die Basis der Macht- und Prachtentfaltung der Savoyer. Bis heute erfreut sich das Piemont eines besonderen kulinarischen Rufs: Marken wie Ferrero und Cinzano, Alba-Trüffel und vor allem die Rotweine Barolo, Barbera und Barbaresco haben Weltgeltung. Wir unternehmen einen Ausflug in die „Langhe“, die Heimat des Barolo und der Piemont-Kirschen. Schon von La Morra aus bietet sich ein typischer Landschaftsaspekt: rebenbedeckt sind die Hügel der Umgebung soweit das Auge reicht. In Barolo besuchen wir das Kastell und eines der zahlreichen Weingüter. Nicht nur seine Lage, auch die historische Bedeutung des Schlosses Grinzano Cavour sind herausragend. Die Stadt Alba ist vor allem für die teuren Alba-Trüffel berühmt, zeigt aber auch ein ansprechendes Stadtbild.

 

 

Samstag, 22. September 2018: Schloss Stupinigi  – Castello Rivoli: Museo d' Arte Contemporanea

Die Savoyer umgaben ihre Residenzstadt Turin mit einem Ring von Jagdschlössern und Sommerresidenzen. Selten wurde ein Jagdschloss in diesen Ausmaßen und mit dieser architektonischen Konsequenz errichtet wie Schloss Stupinigi, ein weiteres Meisterwerk F. Juvarras. Ein Rundgang durch die Innenräume ist eine Begegnung mit den unterschiedlichsten Einrichtungsmoden. Ganz andere Inhalte zeigt das Castello von Rivoli, ebenfalls ein Projekt F. Juvarras, das seit 1984 das Museo d' Arte Contemporanea beherbergt. Dieses entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der wichtigsten Plätze europäischer zeitgenössischer Kunst. Heute sind in den Dauerausstellungen Werke des Minimalismus, der konzeptuellen Kunst, der Land Art sowie der Arte Povera zu sehen. Landschaftlich reizvoll ist die Weiterfahrt durch das von Bergen gesäumte Susa-Tal. Bodenständiger Backsteingotik begegnen wir in der Abtei Sant' Antonio di Ranverso. Das imposante Bergkloster Sacra di San Michele scheint auf den ersten Blick eher einer romantischen Malerphantasie oder einer Hollywood-Filmkulisse geschuldet als der Wirklichkeit. Der Panoramablick auf die Bergkulisse ist atemberaubend.

 

 

Sonntag, 23. September 2018: Venaria Reale – Rückflug nach Frankfurt

Unsere letzte Station, schon auf dem Weg zum Flughafen, ist das Schloss Venaria Reale, eine weitläufige Anlage, geplant von dem Hofarchitekten Amedeo di Castellamonte, die niemals ganz vollendet wurde und heute zu einem Erlebnismuseum ausgebaut wurde. Unser besonderes Augenmerk gilt den Gartenanlagen des unteren Parks, der in präzise Quadrate aufgeteilt ist.

Dieser „Garten der fließenden Skulpturen“ von Giuseppe Penone nimmt drei Hektar Fläche ein und umfasst Bäume aus Bronze, Brunnen und Wäldchen. Er besteht aus 14 Werken, die zwischen 2003 und 2007 geschaffen wurden, und ist als sensorischer Ort gedacht, in dem die verschiedenen Materialien (Bäume, Marmor, Wasser, Bronze, Stein und Granit) die Übergänge zwischen den Skulpturen prägen und einen kontinuierlich fließenden Zustand zwischen den Elementen herstellen. Giuseppe Penone beeindruckte 2012 bei der documenta 13 in Kassel mit seiner Arbeit „Idee di Pietra“ (Ansichten eines Steins), die mittlerweile als „Penone-Baum“ bekannt wurde. Das Werk wurde im Jahr 2013 von der Stadt Kassel angekauft und hat seinen Standort in der Karlsaue behalten.

Danach bringt uns der Bus zum Turiner Flughafen und wir treten die Heimreise an.

                                   ****Änderungen vorbehalten****

Unsere Leistungen

  • Flughafentransfer von Saarbrücken und Homburg zum Flughafen nach Frankfurt/Main und zurück
  • Flüge mit Lufthansa in der Economy Klasse von Frankfurt nach Turin am 18. September 2018 (LH 298, 12.30-13.40 Uhr), und zurück von Turin nach Frankfurt am 23. September 2018 (LH 299, 14.25-15.40 Uhr), alle Abgaben und Steuern, 23 kg Freigepäck
  • 5 Übernachtungen mit Frühstück im ****Starhotel Majestic, Corso Vittorio Emanuele II 54, 10123 Torino
  • Halbpension als 3-Gang-Abendessen oder Buffet (exkl. Getränke)
  • alle Eintrittsgelder und Führungen laut Programm
  • Trinkgelder

 

Kunsthistorische Reiseleitung:

Martin König

 

Begleitung Fördergesellschaft:

Dr. Roland Mönig

 

Nicht eingeschlossen sind alle nicht ausdrücklich so bezeichneten Leistungen; Reiserücktrittskostenversicherung, weitere Mahlzeiten, Getränke sowie alle übrigen Ausgaben privater Natur und Nebenkosten im Hotel (Telefon etc).

 

Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen

Anmeldebestätigung erfolgt nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl

 

 

Reisepreis:

1680,00 Euro pro P. im Doppelzimmer

  240,00 Euro Einzelzimmerzuschlag

    57,00 Euro RRKV, optional

(Sollten noch zusätzliche Plätze verfügbar sein, können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Aufschlag: 50,00 Euro p.P.) 

 

Anmeldeschluss ist der 20. Mai 2018:

Wenn wir Ihr Interesse an dieser Reise geweckt haben, bitten wir um eine zügige Anmeldung, da die Flugtickets bestellt werden müssen!

 

 

Veranstalter:

König & Meiser Kulturreisen, Bahnhofstr. 95, 66111 Saarbrücken

 

 

Es gelten die allgemeinen Zahlungs- und Reisebedingungen der Firma "König und Meiser Kulturreisen", Saarbrücken, sowie bei Abweichungen die Bedingungen der Leistungsträger. Änderungen durch die Leistungsträger vorbehalten.

 

 

 

EU-Pauschalreiserichtlinie ab 1. Juli 2018

 

Ab dem 1. Juli 2018 ist das neue Reiserecht anzuwenden. Grundlage dafür ist die überarbeitete EU-Pauschalreiserichtlinie, die uns als Reisevermittler und Sie als Kunden gleichermaßen betrifft.

Wir sind als Reisevermittler ab dem 1. Juli 2018 verpflichtet, Ihnen das „Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise nach § 651a des Bürgerlichen Gesetzbuchs” zuzustellen. Bei jeder künftigen Reisebuchung müssen Sie auf der Reiseanmeldung den Erhalt dieser Information schriftlich bestätigen.

 

Wenn Sie uns Ihre Reiseanmeldung auf dieser Website per Online-Formular senden, geben Sie bitte bei „Anmerkungen“ an, dass Sie das „Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise nach § 651a des Bürgerlichen Gesetzbuchs” unseres Reiseveranstalters „König & Meiser“ zur Kenntnis genommen haben.

Das Formblatt finden Sie hier.

 

Anmeldung



Wenn Sie sich für eine Reise mit Übernachtung angemeldet haben, geben Sie bitte im Feld "Anmerkungen" an, ob Sie ein Doppelzimmer (DZ) oder Einzelzimmer (EZ) wünschen, und ob Sie eine Reiserücktrittskostenversicherung (RRKV) benötigen.