26. bis 29. Okt. 2017 Wuppertal

Skulpturenpark Waldfrieden (Tony Cragg)

26. bis 29. Oktober 2017

Kunstreise: Edouard Manet / Wuppertal

mit Feldkapelle Zumthor, Skulpturenpark Waldfrieden, Insel Hombroich und Emil Schumacher Museum

 

 

 

Unser Reiseverlauf 

 

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Busfahrt ab Homburg und Saarbrücken in die Eifel nach Wachendorf. In dem kleinen Ort in der Nähe von Bad Münstereifel hat 2007 der Schweizer Architekt Peter Zumthor auf Initiative des Ehepaares Trudel und Hermann-Josef Scheidtweiler eine kleine Feldkapelle zu Ehren des Hl. Nikolaus von Flüe errichtet. Ausgeführt wurde der kristalline, fensterlose Baukörper in traditioneller Bauweise aus Stampfbeton über einem zeltförmigen Gerüst aus Fichtenstämmen, das im Innern sichtbar geblieben ist. Trudel Scheidtweiler begleitete uns persönlich zur Kapelle und berichtete empathisch über die Entstehung der Kapelle, die wir inklusive Gebete und Lied erlebten. 

In Düren, das eine knappe Autostunde von Wachendorf entfernt liegt, besuchten wir das Leopold-Hoesch-Museum. Begrüßt wurden wir von Museumsdirektorin Dr. Marion Goldmann.

Das Museum geht zurück auf die Stiftung des Dürener Industriellen Leopold Hoesch (1820 – 1899), der den prächtigen Museumsbau 1905 stiftete. Die Sammlung wurde in den Wirren des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört und konnte nach 1949 durch gezielte Neuerwerbungen, Stiftungen und Schenkungen wieder zu einer qualitätvollen Sammlung mit Schwerpunkt Klassischer Moderne ausgebaut werden. Das Museum bleibt stark der zeitgenössischen Kunst verpflichtet und hat sich seit den 1980er Jahren zunehmend der Papierkunst zugewandt, die in einem eigenen Papiermuseum angemessen gewürdigt wird. Zwei aktuelle Ausstellungen von Karl Fred Dahmen und Thomas Früchtl sowie der Lichtraum von Otto Piene begeisterten uns.

Am späten Nachmittag Weiterfahrt nach Wuppertal. Zimmerbezug im 4****-Hotel Park Villa. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

 

Freitag, 27. Oktober 2017

Der britische Bildhauer Tony Cragg erwarb 2006 das Wohnhaus des 1989 verstorbenen Wuppertaler Unternehmers Kurt Herberts. Zu der denkmalgeschützten Villa Waldfrieden im Stadtteil Hesselnberg gehörte ein 15 Hektar großer Park, den Cragg als Skulpturenpark anlegen ließ und 2012 nochmals um ein Drittel vergrößerte. Neben 23 eigenen Werken waren 17 weitere Skulpturen anderer Künstler wie Henry Moore, Eva Hild oder Markus Lüpertz zu sehen.

Im Restaurant des Parks verbrachten wir unsere Mittagspause.

 

Am Nachmittag stand der Besuch der "Edouard Manet"-Ausstellung im Museum Von-der-Heydt auf unserem Programm. 15 Jahre nach der letzten großen Manet-Ausstellung unternahm das renommierte Museum das ambitionierte Vorhaben, das Oeuvre des bedeutenden Künstlers in insgesamt 11 Räumen umfassend zu präsentieren. Am späten Nachmittag machten wir eine Fahrt mit der Schwebebahn. Den Abend beschlossen wir mit einem Essen im Restaurant Am Husar.

 

Samstag, 28. Oktober 2017

Bei Neuss liegt inmitten einer renaturierten Park- und Auenlandschaft eine der spannendsten deutschen Museumsinstitutionen, die Museum Insel Hombroich mit der Langen Foundation und der Skulpturenhalle Thomas Schütte. Auch hier stand eine private Initiative am Beginn des Projektes: 1982 erwarb der Düsseldorfer Sammler Karl-Heinrich Müller den verwilderten Park am Nordufer der Erft und errichtete nach Plänen des Bildhauers Erwin Heerich mehrere Ausstellungspavillons, in denen er seine Kunstsammlung im Dialog mit der umgebenden Natur präsentierte. Unterstützung fand er bei befreundeten Künstlern, u.a. bei Gotthard Graubner. 2002 nahm auch die Stiftung des Sammlerpaares Marianne und Viktor Langen in der Nachbarschaft zur Museum Insel Hombroich Gestalt an: der japanische Architekt Tadao Ando entwarf ein Ausstellungsgebäude auf dem Gelände der ehemaligen NATO-Raketenstation bei Neuss. Auf 1300 m² Ausstellungsfläche wird die exzellente Sammlung des Paares präsentiert: Malerei des 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Klassische Moderne und abstrakte Kunst der Nachkriegszeit, sowie japanische Kunst ab dem 12. Jahrhundert.

 

Zuletzt wurde 2016 auf dem Gelände der ehemaligen Raketenstation Hombroich eine Skulpturenhalle eröffnet, die nach einem Modell von Thomas Schütte errichtet worden ist. Modelle für imaginäre Bauten gehörten zu Schüttes frühen Werkgruppen, die bis dahin aber nicht realisiert wurden. Hier finden nun regelmäßig Ausstellungen statt. Die vierte Ausstellung seit Eröffnung der Skulpturenhalle widmete sich dem britischen Bildhauer Anthony Caro. Gemeinsames Abendessen im Restaurant Essen'z - Restaurant am Jägerhaus.

 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Nach dem Frühstück ging es nach Hagen, wo wir im Emil Schumacher Museum einem Künstler begegneten, dessen Werk im Saarlandmuseum prominent vertreten ist. Die Sammlung geht auf die Stiftung von Dr. Ulrich Schumacher (Sohn des Künstlers) zurück, der der Stadt Hagen insgesamt über 500 Werke seines Vaters vermachte. Zu der umfangreichen Sammlung informeller Malerei gehören auch 100 Werke aus dem Besitz der Stadt Hagen.

Die wunderbare Ausstellung "Poesie des Realen" von Andres Garcia Ibanez im Karl Ernst Osthaus Museum komplettierte unseren Besuch in Hagen. Nach einer Mittagspause im Bistro Novy's (am Kunstquartier) traten wir die Heimreise an.