30. März 2017: Preview Grand Tour

Preview der Ausstellung

„Grand Tour - Reisen zu antiken Stätten“

mit Dr. Roland Mönig und Thomas Martin

Donnerstag, 30. März 2017, 18.30 Uhr

Saarlandmuseum, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Am Schlossplatz

 

Für die Fördergesellschaft begrüßte Vizepräsident Gerhard Wack die anwesenden Mitglieder. Nach einleitenden Worten von Dr. Mönig begann die Führung durch die Räume der neuen Ausstellung „Grand Tour - Reisen zu antiken Stätten“ mit dem Kurator Thomas Martin.

 

Die Ausstellung befasst sich mit den Studienreisen der europäischen Oberschicht im 18. und 19. Jahrhundert, genannt „Grand Tour“.

Zweck der Reise war neben dem Erwerb von Kunstgegenständen und wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn auch die gesellschaftliche Bildung der jungen Männer. Diese entstammten vornehmlich dem Adel, später wurde das Reisen  zu den antiken Stätten dann auch in anderen Schichten populär.

Die in der Ausstellung vorgestellten Reiseziele liegen im Mittelmeerraum, vornehmlich in Italien. Die italienischen Kulturschätze waren von besonderem Interesse in der damaligen Zeit, die Entdeckung Pompejis gab diesem Interesse zusätzlichen Aufschwung. Auch Griechenland und Ägypten lagen auf der Reiseroute der „Grand Tour“. Antike Kunst und Architektur sowie die Exotik der lokalen Kultur machten den Reiz dieser Regionen für die Reisenden aus.

Die Studienobjekte und Souvenirs der Reisenden waren verschiedenster Art und die Ausstellung präsentiert eine vielfältige Auswahl derselben. Darunter zum Beispiel Originale und Abgüsse von Statuen, Korkminiaturen berühmter antiker Bauwerke, archäologische Funde und Gemmen. Zudem fertigten die Reisenden selbst Malereien, Skizzen und Beschreibungen der unbekannten Umgebung an. Später wurde die Fotographie zu einem beliebten Mittel der Dokumentation.

Es handelt sich bei den Exponaten in der Ausstellung sowohl um Leihgaben als auch um Objekte aus dem eigenen Bestand des Saarlandmuseums.