5. Juni 2014 Preview Kuenstlerschicksale

Preview für Mitglieder der Fördergesellschaft mit Direktor Dr. Roland Mönig, Kuratorin Dr. Mona Stocker und Projektassistentin Christiane Wichmann

Euphorie und Untergang - Künstlerschicksale im Ersten Weltkrieg

Donnerstag, 5. Juni 2014, 18.00 Uhr Saarlandmuseum, Moderne Galerie

 

Am Donnerstag, dem 5. Juni 2014, nahmen rund 50 Mitglieder die Möglichkeit der Vorabbesichtigung der Ausstellung "Euphorie und Untergang. Künstlerschicksale im Ersten Weltkrieg" wahr. Nach der Begrüßung durch die Präsidentin der Fördergesellschaft, Prof. Inge Weber, entbot auch Dr. Roland Mönig seine Willkommensgrüße. Daran anschließend erlebten wir in zwei Gruppen einen geführten Rundgang: Dr. Roland Mönig begleitete eine Gruppe, die zweite Gruppe wurde von Dr. Mona Stocker und Christiane Wichmann geführt.

 

2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Das Saarlandmuseum würdigt dieses historische Schlüsselereignis mit einer Ausstellung, die anhand von Hauptwerken aus dem eigenen Bestand Künstlerschicksale in den Jahren 1914 bis 1918 erfahrbar werden lässt.

 

Der Fokus liegt auf den wichtigsten Vertretern der Moderne in Deutschland, u .a. Ernst Barlach, Max Beckmann, Erich Heckel, Käthe Kollwitz, August Macke, Franz Marc, Ludwig Meidner, Max Pechstein, Max Slevogt und Albert Weisgerber.

 

Zu sehen sind rund 90 Werke, manche davon zum ersten Mal öffentlich präsentiert: Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier, die einen besonderen Schwerpunkt bilden. Die Kunstwerke der Klassischen Moderne, speziell der expressionistischen Künstlergruppen „Brücke“ und „Blauer Reiter“, bestimmen das einzigartige Profil der Sammlung des Saarlandmuseums in der Modernen Galerie.

 

Die Generation der um 1880 geborenen Künstler wurde fast ausnahmslos von persönlich erlebten Erfahrungen im Einsatz des Ersten Weltkrieges geprägt, sei es als Kämpfer, Sanitäter oder Kriegsberichterstatter. Ihre Biographien erlitten unheilbare Brüche, die sich zwangsläufig auch in ihrer künstlerischen Handschrift und in den Motiven ihrer Arbeiten niederschlugen. Künstlergruppen und -verbände zerbrachen und ließen die zuvor eng vernetzten Protagonisten der Moderne vereinzelt und auf sich gestellt zurück.

 

Besondere Brisanz gewinnt die Ausstellung dadurch, dass die großen Schlachtfelder der Westfront von Verdun bis Ypern in der heutigen Großregion Saarlorlux sowie in Belgien und damit im unmittelbaren räumlichen Einzugsbereich von Saarbrücken liegen.

 

August Macke fiel im September 1914 an der Front in der Champagne, Franz Marc, der Maler des „Blauen Pferdchens“, einer Ikone der Sammlung, 1916 im Kampf um Verdun. Der im saarländischen Sankt Ingbert geborene Albert Weisgerber fand 1915 in Französisch-Flandern den Tod auf dem Schlachtfeld.

 

Mona Stocker und Christiane Wichmann sei außerordentlich gedankt für die Zusammenstellung dieser beeindruckenden Ausstellung.