54. Biennale Venedig, 16. bis 20. Nov. 2011

Kunstreise

54. Biennale Venedig

16. bis 20. November 2011

 

Die im Zweijahresrhythmus stattfindende Kunstbiennale von Venedig stand auch im Herbst 2011 auf unserem Programm. Für den deutschen Pavillon der Biennale 2011 war der Künstler Christoph Schlingensief ausgewählt. Er starb im Jahr 2010, so dass das von ihm geplante Konzept, in dessen Mittelpunkt sein Operndorf in Ouagadougou (Burkina Faso), eine zentrale Rolle spielen sollte, nicht umgesetzt werden konnte. Stattdessen organisierte die Kuratorin Susanne Gaensheimer eine „Rückschau“ auf Schlingensiefs Oeuvre, keine „Retrospektive“, wie sie betonte. Für den Hauptraum des Pavillons wählte sie Schlingensiefs Bühneninstallation „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ und machte diese als begehbare Rauminstallation erfahrbar. Filme über seine Projekte ergänzten die Installation.

Zur Eröffnung der Biennale am 4. Juni war der deutsche Pavillon mit dem Hauptpreis, dem Goldenen Löwen, ausgezeichnet worden.

 

Der Besuch der Biennale mit den Nationenpavillons in den Giardini di Castello sowie die Ausstellungen im Arsenal bildeten den Anlass und Höhepunkt unserer Reise, dafür hatten wir annähernd zwei Tage vorgesehen. Darüber hinaus erlebten wir ein umfassendes Besichtigungsprogramm, das u.a. das Museo Storico Navale, die Punta della Dogana, den Palazzo Labia, das Jüdische Ghetto sowie die Basilica di San Marco und die Frari Kirche mit Tizians Assunta mit einschloss. Von unserem schönen 4****-Hotel Gabrielli Sandwirt, das in unmittelbarer Nähe der Giardini, dem Ausstellungsgelände der Biennale, lag, erschlossen sich uns die Sestieri genannten Stadtviertel Venedigs mit ihren verzweigten Kanälen, malerischen Brücken sowie die zahlreichen Kirchen und Paläste der herbstlichen Lagunenstadt.