7. Sept. 2017: Preview Skulpturenfund

Donnerstag, 7. September 2017, 18.30 Uhr

Vorabbesichtigung der Ausstellung "Berliner Skulpturenfund - Entartete Kunst im Bombenschutt" mit Direktor Dr. Roland Mönig, Dr. Kathrin Elvers-Svamberk, Juliana Gocke und Kurator Thomas Martin

Ort: Museum für Vor- und Frühgeschichte, Schlossplatz 16, 66119 Saarbrücken

 

Der Begriff "Berliner Skulpturenfund" hat sich schnell etabliert. Als im Jahr 2010 bei einer archäologischen Grabung im Vorfeld von U-Bahn-Arbeiten vor dem Roten Rathaus in Berlin Skulpturen der klassischen Moderne ans Licht kamen, war dies eine große Überraschung. Nachdem sich herausstellte, dass es sich bei diesen Stücken um von den Nationalsozialisten als "Entartete Kunst" aus deutschen Museen entfernte und seitdem vermisste Kunstwerke handelt, wurde aus der Entdeckung eine international beachtete "Sensation". Selten lässt sich Archäologie so aufregend und gegenwartsnah erleben.

 

Die als Wanderausstellung konzipierte Schau ist im Museum für Vor- und Frühgeschichte ergänzt durch Werke der eigenen Sammlung der klassischen Moderne, u.a. von Rudolf Belling, Ernst Barlach oder Conrad Felixmüller, die ebenfalls eine wechselvolle Geschichte (bedingt durch NS-Verfolgung bzw. Brandmarkung als entartete Kunst) erlitten.

 

Die Ausstellung ist in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte, im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz entstanden.