8. bis 15. Okt. 2016 Sizilien

Concordiatempel in Agrigento

Kulturreise Sizilien - mit Taormina, Agrigento und Palermo

8. bis 15. Oktober 2016

(in Zusammenarbeit mit Romeo Moschetti Kulturreisen)

 

 

Sizilien zu entdecken bedeutet, das Geschichtsbuch der Antike aufzuschlagen, wo Tradition, Folklore, Kunst, Handwerk und Handel der Treffpunkt zwischen Okzident und Orient waren. Unzählige historische Baudenkmäler aus griechischer, römischer und vorchristlicher Zeit waren zu bewundern, gefolgt von Baukunst aus der Renaissance und dem Barock.

Wir besuchten während unserer einwöchigen Rundreise u.a. das antike Theater in Taormina, machten eine Spazierfahrt auf den Ätna und erlebten eine Weinprobe im Weingut Principi di Butera.

Ausserdem besuchten wir in Piazza Armerina die römische Villa "Al Casale" mit ihren Mosaiken, die 1997 als bedeutendes Zeugnis einer spätrömischen Villa urbana in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde.

In Agrigento erkundeten wir die Ruinen der alten griechischen Stadt Akragas sowie das archäologische Museum.

In Selinunte und Segesta sahen wir dorische Tempel in Perfektion und im Steinbruch Cave dí Cusa konnten wir nachvollziehen wie die einzelnen Säulentrommeln entstanden.

In Monreale, nur wenige Kilometer von Palermo entfernt, besichtigten wir die Kathedrale Santa Maria Nuova (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2015) und den Kreuzgang des Benediktinerklosters mit seinen reich ornamentierten Säulen. König Wilhelm II. von Sizilien ließ die Kathedrale innerhalb weniger Jahre (ab 1174) errichten. Die Kathedrale zeigt in besonders eindrucksvoller Weise den normannisch-arabischen Baustil mit byzantinischen Goldgrundmosaiken.

 

In Palermo flanierten wir durch enge Altstadtgassen und über einen pittoresken Markt. Ausserdem besuchten wir die Cappella Palatina und die Kathedrale Maria Santissima Assunta, die beide im Jahr 2015 in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen wurden. Die Kathedrale - auf einer ursprünglich byzantinischen und im 10. Jahrhundert zur Moschee gewandelten Basilika - ließ der Erzbischof der Stadt unter König Wilhelm II. durch den Baumeister und Architekten Gualtiero Offamilo errichten, welche in späteren Jahrhunderten mehrere Male erweitert wurde. An die Deutsch-Sizilianische Geschichte erinnern die Sarkophage von König Roger II., seiner Tochter, der Kaiserin Konstanze und ihrem Mann Kaiser Heinrich VI., sowie Kaiser Friedrich II. und seiner Frau Konstanze von Aragonien. Die Aufnahme der Kathedralen in Palermo und Monreale in die UNESCO-Weltkulturerbeliste begründete das Komitee am 3. Juli 2015 wie folgt: „Das arabisch-normannische Palermo und die Kathedrale von Monreale repräsentieren das baukulturelle Erbe des Königreichs Sizilien. Palermo war von 1130 bis 1194 die Hauptstadt dieses multikulturellen Königreiches. Die normannischen Herrscher verwoben bei ihren Kirchen- und Schlossbauten die Stilelemente aus Morgenland und Abendland und schufen damit eine neuartige und unvergleichliche Architektur. Zu den Juwelen dieser Baukunst zählen neben den Kathedralen von Palermo, Cefalù und Monreale der Königspalast in Palermo und die Cappella Palatina (…). Der arabisch-normannische Stil hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der mittelalterlichen Architektur in Süditalien und im Mittelmeerraum.“ Ferner besichtigen wir die Kirche San Giovanni degli Eremiti, die von Roger II. kurz nach seiner Bestätigung als König von Sizilien 1130 als Teil des ersten römisch-katholischen Klosters auf Sizilien errichtete und die 1143 fertiggestellt wurde.