9. bis 14. Sept. 2016 San Sebastian/Bilbao

Unterwegs im Baskenland

San Sebastián (Europ. Kulturhauptstadt 2016) und Bilbao

mit Direktor Dr. Roland Mönig

9. bis 14. September 2016 

(in Zusammenarbeit mit König & Meiser Kulturreisen)

 

Bilbao und San Sebastian waren die beiden Zentren dieser eindrucksvollen Reise inmitten einer einzigartigen Landschaft: dramatische Steilküsten entlang der rauen Atlantikküste und eine unverfälschte Bergwelt in satten Grüntönen, die sich hinter der Küste auftürmt.

Mit dem Bau des Guggenheim Museums, einem architektonischen Bravourstück des amerikanischen Architekten Frank O. Gehry gelang der Stadt in den späten 90er Jahren ein nachhaltig wirksamer Imagewechsel weg vom verschmutzten Industriemoloch hin zur modernen Kunst- und Kongressmetropole. Wir machten einen Spaziergang durch die casco viejo, Bilbaos historische Altstadt mit der gotischen Kathedrale, dem Theater, der alten Markthalle und dem engen Gassenlabyrinth; das bürgerliche Bilbao mit seinen dekorverliebten Prunkbauten, großen Platzanlagen und Avenuen sowie das zeitgenössische Bilbao, das die Nähe zum Fluss sucht. Hier errichtete Frank O. Gehry sein Museum, das in der Folge Ungeheures bewirkte. Aus der ehemaligen Industriebrache entstanden völlig neue Stadtviertel mit Parkanlagen und modernen Wohn- und Geschäftsbauten.  Zeitgenössische Architektur in höchster Qualität lässt sich am Ufer des Nervion bestaunen: Hier haben sich seit den 90er Jahren so gut wie alle renommierten Architekten ein Stelldichein gegeben und Bilbao zu einem Mekka der Architekturliebhaber gemacht.

Nach einem Abstecher in das von Philippe Starck gestaltete Kulturzentrums La Alhóndiga verließen wir Bilbao Richtung San Sebastián, die "Königin der baskischen Küste".

San Sebastián - der baskische Name lautet Donostia - liegt an einer fast kreisrunden Bucht im Bogen des Golfs von Biskaya, die an beiden Seiten von einem Steilhügel flankiert wird. Der Aufstieg des kleinen Fischerhafens begann mit Königin Isabel II., die auf Anraten ihrer Ärzte ab 1845 die kantabrische Küste aufsuchte. Über 20 Jahre kam sie jeden Sommer und forcierte den Ausbau der Stadt zum klassischen Urlaubsziel der Belle Epoque: Bismarck, Napoleon III. und König Leopold von Belgien zählten zu den illustren Gästen. Bis heute hat die Stadt nichts von ihrer Eleganz verloren.

Wir fuhren mit dem Boot zu den Windkämmen, drei spektakulären Eisenskulpturen, die Chillida 1977 am Westende der Bucht in der Steilküste errichten ließ.

Am Nachmittag spazierten wir durch das mondäne Seebad, dessen Bucht beidseitig von steilen Hügeln geschützt ist, anschließend besuchten wir das Museum für Moderne Kunst. 

An unserem vorletzten Tag machten wir einen Ausflug entlang der Atlantikküste. An der Ría de Mundaka, einem Naturschutzgebiet mit schönen Stränden, liegt der gleichnamige pittoreske Hafenort, der bei Surfern aufgrund seiner Wellen sehr beliebt ist. Landeinwärts liegt die kleine Marktstadt Gernika. 1937 bombardierte Hitlers „Legion Condor“ Gernika, was Picasso zu seinem Gemälde "Guernica" inspirierte. Hier besuchten wir auch das Atelier Chillidas in Begleitung von Luis Chillida, dem Sohn von Eduardo.