Italienische Meister

 

Donnerstag, 30. Januar 2020

Exklusive Preview für Mitglieder: 

 

"...Lorenzetti, Perugino, Botticelli ... Italienische Meister aus dem Lindenau-Museum Altenburg" mit Kurator Thomas Martin

Saarlandmuseum - Alte Sammlung, Schlossplatz 16
 

Marie-Elisabeth Denzer begrüßte am Donnerstagabend, 30. Januar 2020, rund 70 Mitglieder, die gemeinsam mit Kurator Thomas Martin und Co-Kuratorin Annette Calleja die Ausstellung "...Lorenzetti, Perugino, Botticelli...Italienische Meister aus dem Lindenau-Museum Altenburg" in einer Vorabbesichtigung erlebten.

Das Saarlandmuseum – Alte Sammlung präsentiert 2020 Italienische Meister aus dem Lindenau-Museum Altenburg. Diese außergewöhnliche Sammlung, weltweit eine der größten und bedeutendsten zur italienischen Malerei des 13. bis 15. Jahrhunderts, wurde von dem Politiker, Kunstliebhaber und Philanthropen Bernhard von Lindenau im 19. Jahrhundert in seiner thüringischen Heimatstadt Altenburg zusammengetragen. Lorenzetti, Perugino, Guido da Siena, Lippo Memmi, Fra Angelico, Filippo Lippi, Signorelli, Ghirlandaio, Beccafumi, Botticelli… –  auf rund 40 große Künstlernamen lässt sich diese Aufzählung erweitern.

Anhand herausragender Beispiele der Tafelmalerei aus den bedeutenden Kunstzentren Mittelitaliens wie Florenz, Siena und Perugia wird die Entwicklung des Bildes vom späten Mittelalter zur Renaissance nachgezeichnet. Der strahlende Goldgrund, ein abstraktes Symbol der überirdischen Sphäre, wandelt sich in weite Landschaftsausblicke. Körper gewinnen Plastizität und Modellierung. Die Wiederentdeckung der Perspektive gibt Architekturen Raum und Tiefe. Vormals flache, statische Figuren „lernen laufen“. Bewegung, Geschichte, Emotion erobern den Bildgrund. Neben diesen bahnbrechenden künstlerischen Innovationen zeigt sich auch ein Wandel im Selbstverständnis des Menschen – dominieren bei den frühen Werken noch ausschließlich religiöse Themen in Demut gebietender Darstellung, wie Passionsszenen, Marienleben und Heilige, bevölkert im Umbruchsgeist der Renaissance der Mensch die Bildwelten als Teil der göttlichen Schöpfung, aber auch des weltlichen Lebens.

Mit diesem fulminanten Auftakt startet die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz das Ausstellungsprogramm des Jahres 2020. Möglich wurde dies durch die enge und freundschaftliche Kooperation der Museen in Saarbrücken und Altenburg, die sich seit 2017 durch regen Leihgabentausch unterstützen. Ergänzt wird die Altmeisterpräsentation durch einen Prolog zum Lindenau-Museum, einem der wichtigsten Kulturleuchttürme Ostdeutschlands, das ab 2020 seine mit 48 Mio. EUR geförderte Generalsanierung einläutet und dem Saarlandmuseum seine wertvollsten Schätze anvertraut.

Wir danken den Kuratoren sehr herzlich für die spannende Vorabpräsentation einer grandiosen Ausstellung!