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61. Kunstbiennale Venedig

Der schönste Kunstsalon der Welt
12. - 16. November 2026

 

Es ist wieder einmal soweit: „Der schönste Kunstsalon der Welt“ öffnet seine Pforten. Die große alte Dame der Biennalen lädt nach Venedig ein und wie in den Jahren zuvor nutzen wir die letzten Tage der Ausstellung für unseren Besuch. Nicht dass Venedig im November menschenleer wäre, aber es tummeln sich deutlich weniger Besucherinnen in der Stadt als in den Monaten zuvor. Es ist eine gute Zeit für einen Venedig-Besuch – trotz gelegentlicher „Aqua Alta“, die nach der Inbetriebnahme des Hochwasserschutzsystems „Mose“ deutlich seltener vorkommen. Für die Erkundung der Lagunenstadt lassen wir uns wie gewohnt ausreichend Zeit, zumal unser Hotel sehr zentral zwischen dem Teatro de la Fenice und dem Markusplatz liegt.


Es kommt einem Ritterschlag gleich, mit der Ausrichtung der Kunstbiennale betraut zu werden. Diese Ehre wurde 2024 Koyo Kouoh zuteil, einer aus Kamerun stammenden Kuratorin, die lange in der Schweiz lebte, Direktorin des Museums für zeitgenössische Kunst in Kapstadt gewesen ist und international eine Reihe viel beachteter Ausstellungen ausgerichtet hat. Nur wenige Tage bevor sie ihr Programm vorstellen konnte, ist sie im Mai 2025 an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Nach ihrem Konzept wird die diesjährige Biennale realisiert - ihre Pläne waren glücklicherweise soweit gediehen, dass sie sich umsetzen lassen. An dem Konzept unterschiedlicher Standorte hat sich nichts geändert: die Biennale bespielt wieder die Länderpavillons in den Giardini, den riesigen Hallenkomplex des Arsenale und jede Menge sehr unterschiedlicher Orte inmitten der Stadt. Alles wie gewohnt und dennoch jedes Mal anders und spannend.

Der Titel der diesjährigen Biennale lautet „In Minor Keys“. In ihrem kuratorialen Text schlägt Kouoh vor, einen langsameren Gang einzulegen und sich auf Frequenzen der Moll-Tonarten einzustimmen. Ihre Vision beruht auf einem tiefen Vertrauen in Kunstschaffende „als wichtige Interpreten der sozialen und psychischen Bedingungen und als Katalysatoren neuer Beziehungen und Möglichkeiten.“ Parallel zur Biennale wartet Venedig mit einer Reihe interessanter Einzelausstellungen auf, die wir uns anschauen werden: Erwin Wurm im Museo Fortuny, Anish Kapoor im Palazzo Manfrin und Amoako Boafo im Palazzo Grimani. Marina Abramović darf als erste lebende Künstlerin ihre visionäre Performance-Kunst inmitten der Meisterwerke der Gallerie dell‘Accademia präsentieren.

Donnerstag, 12. November
Morgens um 07.00 Uhr Bustransfer von Saarbrücken zum Flughafen Frankfurt, von dem der Linienflug mit Lufthansa startet. Unsere Maschine landet planmäßig um 13.10 Uhr auf dem Flughafen Marco Polo am Rande der Lagune. Mit Taxibooten erreichen wir die Riva degli Schiavoni, die stimmungsvolle Uferpromenade Venedigs. Derweil wird unser Gepäck zum Hotel gebracht. Das Hotel Saturnia & International ist in einem historischen Stadtpalast in der Calle Larga XXII Marzo untergebracht, dessen Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Lage könnte nicht besser sein: die exklusive Straße mit den prestigeträchtigsten Boutiquen der Stadt ist nur 100 Meter vom Theater La Fenice entfernt und einige wenige Schritte weiter mündet sie auf den Markusplatz. Unser erster Spaziergang führt der Riva entlang zur „Piazzetta“, der Anlegestelle für hohe Staatsgäste und Verbindung zur Piazza San Marco. Die Piazza ist der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Stadtgefüges und bis heute die Hauptbühne des öffentlichen Lebens. Der grandiose Dogenpalast, die Fassade der Markuskirche, der berühmte Uhrturm, die Arkaden der Prokuratien und der stolze Campanile bilden eine einzigartige Kulisse. Ein folgenreiches Ereignis der Stadtgeschichte war der Raub der Gebeine des Evangelisten Markus aus Alexandrien durch die Venezianer im Jahre 828. Es war der Anlass zum Ausbau der Kapelle des Dogenpalastes zu einer der prächtigsten Kirchen des Abendlandes: der Basilika San Marco. Nach einer ausgedehnten Mittagspause werden wir gemeinsam auf die Aussichtsplattform des Campanile fahren und danach zum Campo Santa Maria Formosa spazieren. In seiner unmittelbaren Nähe befindet sich der Palazzo Grimani, über Jahrhunderte hinweg der Familiensitz einer der bedeutenden venezianischen Adelsfamilien, aus der 3 drei Dogen hervorgingen. Seit 2019 ist der beeindruckende Renaissance-Palast als Museum öffentlich zugänglich und hier werden neue Werke von Amoako Boafo gezeigt, einem ghanaischen Maler, der insbesondere mit seiner Porträtmalerei international bekannt wurde. Am späten Nachmittag beziehen wir die Zimmer in unserem Hotel und werden mit einem Abendessen in einem benachbarten Restaurant den Tag beschließen.

Freitag, 13. November
Mit einem Vaporetto geht es nach dem Frühstück an der Riva entlang zu den Giardini di Castello, dem traditionellen Biennale-Zentrum. Wir lassen uns den ganzen Tag über Zeit für den Besuch des weitläufigen Ausstellungsgeländes. Während die Gestaltung der Pavillons der einzelnen Länder von diesen selbst bestimmt wird, sind die Beiträge in der zentralen Ausstellungshalle und dem Arsenal am Gesamtkonzept des Kurators der Kuratorin ausgerichtet. Für den Besuch teilen wir uns in zwei kleinere Gruppen auf und werden für jede Gruppe einen geführten Rundgang durch den Zentralpavillon und einen weiteren durch ausgewählte Länderpavillons anbieten. Die Zeit zwischen den einzelnen Führungen steht zum individuellen Besuch zur Verfügung.

Samstag, 14. November
Am Vormittag spazieren wir durch das Sestiere San Marco zum Canal Grande. Am gegenüberliegenden Ufer erhebt sich der Bau der Gallerie dell‘Accademia. Sie wurde 1750 als Kunstakademie gegründet und zu ihrem ersten Präsidenten wurde Tiepolo ernannt. Heute beherbergt das Gebäude eine herausragende Gemäldesammlung aus der Zeit Tizians, darunter das berühmte Bild "Das Gewitter" von Giorgione. Marina Abramović wird als erste lebende Künstlerin hier ihre Arbeiten ausstellen dürfen. Nach dem Museumsbesuch bummeln wir zur Basilica Santa Maria della Salute, einer der schönsten Kuppelkirchen der Serenissima. Nach der zweiten großen Pestepidemie, von der Venedig heimgesucht wurde, schrieb man die Errettung der Stadt den Fürbitten der Gottesmutter zu. Ihr zu Ehren beschloss der Senat den Bau einer Marienkirche, der Baldassare Longhena übertragen wurde. Der Bau von Santa Maria della Salute, der sich über 50 Jahre bis ins Jahr 1687 hinzog, wurde zu seinem Lebenswerk. Hinter der Salute-Kirche, auf der Spitze des Dorsoduro, liegt die Punta della Dogana, die der französische Unternehmer François Pinault 2009 für seine exquisite Kunstsammlung von Tadao Ando aufwändig sanieren ließ. Vom Anleger „Salute“ fahren wir mit einem Vaporetto fast den gesamten Canal Grande entlang. Er wird von zahllosen Palästen gesäumt, die zum Schönsten gehören, was die Baukunst in Venedig hervorgebracht hat. Aus bautechnischen Gründen sind die Palazzi dreistöckig gehalten. Im Erdgeschoss befindet sich die Empfangshalle, darüber liegen die Arbeits-, Repräsentations- und Wohnräume. Unser Ziel ist der klassizistische Palazzo Manfrin im Cannaregio. Vor einigen Jahren hat der britische Künstler Anish Kapoor den lange Jahre leerstehenden Palast erworben und hier seine Stiftung untergebracht, in der seine großformatigen Installationen und Skulpturen aus den letzten 50 Jahren sowie eine Reihe von Spiegel- und Edelstahlarbeiten gezeigt werden. Mit dem Vaporetto geht es anschließend wieder zurück zur Piazza San Marco.

Sonntag, 15. November
Am Vormittag spazieren wir durch das malerische Rialtoviertel zum Campo San Bento. Mitte des 15. Jahrhunderts ließ sich die Familie Pesaro hier einen Palast errichten, den Mariano Fortuny 1898 erwarb. Der renommierte Modedesigner ließ das Gebäude sorgfältig restaurieren und etablierte hier eine Werkstatt für exklusive Kleider aus gefärbter Seide und Samt, die mit Schablonenmotiven bedruckt wurden. Nach seinem Tod ging der Palast mit der Auflage, aus dem Haus ein Kunstzentrum zu machen, an die Stadt Venedig. Im Museo Fortuny wird parallel zur Biennale dem österreichischen Bildhauer Erwin Wurm eine große Einzelausstellung ausgerichtet. Im Sestiere Dorsoduro besuchen wir nachmittags die gotische Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari. Der monumentale r  Backsteinbau wurde als schlichte Bettelordenskirche von Franziskanern im 14. und 15. Jh. errichtet. Die reichsten und mächtigsten Familien Venedigs wetteiferten darum, die Frari-Kirche durch Stiftungen zu verschönern, was an der grandiosen Innenausstattung (u.a. Tizians „Assunta“) ersichtlich wird. Wir schauen uns „en passant“ immer wieder Länderbeiträge an, die über das gesamte Stadtgebiet verstreut sind und den Zugang zu Orten ermöglichen, die normalerweise unzugänglich sind. In den vergangenen Jahren haben sich gerade diese dezentralen Ausstellungen als überraschend originell und überzeugend präsentiert. Abends werden wir wieder in einem schönen Restaurant in der Nähe unseres Hotels gemeinsam zu Abend essen.

Montag, 16. November
Unweit der Piazza San Marco liegt das Gelände des Arsenals. Diese Werft bildete das militärische Rückgrat der Seemacht Venedig und gilt als die größte Industrieanlage des Mittelalters. In den Glanzzeiten der Seerepublik lagen hier um die 100 Kriegsschiffe, von denen 25 ständig auslaufbereit waren. 1539 wurde das gesamte Areal, auf dem bis zu 16.000 Menschen gearbeitet haben, aus Angst vor Spionage durch hohe Mauern von der Außenwelt abgeschirmt. Hinter diesen Mauern hat sich seit einigen Jahren ein zweiter Schwerpunkt der Biennale etabliert, die 1579 erbaute, über 300 m lange Corderia im Arsenal. Wir werden die Ausstellung wieder in zwei Gruppen im Rahmen einer Führung besuchen. Am frühen Nachmittag fahren wir wieder mit privaten Taxibooten zurück zum Flughafen. Mit einem Lufthansa-Linienflug fliegen wir um 19.00 Uhr zurück nach Frankfurt, wo uns ein Transferbus erwartet, mit dem wir zurück nach Saarbrücken fahren.

Vorbehaltlich Änderungen im Programm

Abfahrt: Donnerstag, 12. November 2026
07.00 Uhr Saarbrücken, Parkplatz P25, Dudweilerstr. 96
Flug: LH 326 Frankfurt - Venedig: 11.55 - 13.10 Uhr

Rückkehr: Montag, 16. November 2026
ca. 23.30 Uhr Saarbrücken, Parkplatz P25, Dudweilerstr.
Flug: LH 331 Venedig - Frankfurt: 19.00 - 20.25 Uhr

Hotel: Hotel Saturnia & International ****
Via XXII Marzo, San Marco 2398 | 30124 Venezia
Tel. 00.39 - 041 - 520.83.77
www.hotelsaturnia.it

Reiseleitung:
Dr. Susanne Kunz-Saponaro
Karl Meiser Mobiltelefon: 00.49 - 170.533.433.0
Sabine Geith Mobiltelefon: 0049 1573 3249611

Leistungen:
Flugreise, 5 Reisetage, alle Flughafentransfers, Lufthansa-Linienflug ab/ bis Frankfurt, 23 kg Freigepäck, alle Steuern und Abgaben, 4 Übernachtungen in einem guten 4****-Hotel in zentraler Lage in San Marco, 2 Abendessen, Flughafentransfer in Venedig in privaten Taxibooten, alle Führungen und Eintrittsgelder, alle Vaporettofahrten laut Programm, Kurtaxe, kunsthistorische Reiseleitung.

Reisepreis:
Preis pro Person:                2.290,00 Euro
Einzelzimmeraufschlag:      290,00 Euro

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