3. - 19. September 2026
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war das Kaiserreich Japan weitgehend von der Außenwelt abgeschirmt und hat sich erst in den 1850er Jahren, auch aufgrund des starken Drucks der Kolonialmächte, zunächst vorsichtig der westlichen Welt geöffnet. In der Folge gelangten u.a. japanische Farbholzschnitte als Verpackungsmaterial für Tee und andere Güter nach Europa. Hier wurde ihr hoher künstlerischer Wert rasch erkannt und es entstand in der Kunstwelt eine regelrechte Japanbegeisterung, der „Japonisme“. Das Interesse war geweckt. In den kommenden Jahren unternahmen wagemutige Sammler, Ästheten und Kunstkritiker Reisen nach Japan. An dieser frühen Faszination für das fernöstliche Land hat sich bis heute kaum etwas geändert und Japan umgibt bis heute das Flair von etwas Exotischem, Geheimnisvollen. Dem wollen wir nachspüren auf einer Reise, die uns in das Land der aufgehenden Sonne führt. Selbstverständlich stehen all die wichtigen Punkte auf unserem Programm, die man während einer solchen Rundreise sehen sollte. Wir werden uns dafür ein wenig mehr Zeit nehmen und besuchen darüber hinaus auch einige der bedeutendsten Kunstsammlungen des Landes. Berühmte japanische Architekten, nach deren Plänen in Europa herausragende Museumsbauten entstanden sind, konnten auch in Japan arbeiten.
1. Tag | Donnerstag, 3. September 2026 Anreise
Am Vormittag erfolgt der Bustransfer zum Flughafen Frankfurt. Mit der Mittagsmaschine von Lufthansa fliegen wir in Richtung Fernost.
2. Tag | Freitag, 4. September 2026 Flughafen Osaka – Kyoto
Unsere Maschine landet frühmorgens am Flughafen Kansai in Osaka. Von hier aus fahren mit dem Bus nach Kyoto, die alte Kaiserstadt Japans. Unser erster Programmpunkt ist der Fushimi Inari Schrein, der weltbekannt für seine endlosen Reihen von roten Torii-Toren ist, die sich wie ein Tunnel den Berg hinaufziehen. Wir spazieren ein Stück den Weg entlang und erleben die mystisch wirkende Ausstrahlung dieses Ortes. Am Abend erwartet uns ein Willkommensessen, bei dem wir in die kulinarische Welt Japans eintauchen und die ersten japanischen Spezialitäten probieren.
3. Tag | Samstag, 5. September 2026 Kyoto
Wir beginnen unser Besichtigungsprogramm im Ryoanji-Tempel, der für seinen berühmten Zen-Garten bekannt ist. Inmitten der sorgfältig angeordneten Steine und des weißen Kieses spüren wir die Ruhe und Klarheit, die dieser besondere Ort ausstrahlt. Anschließend besuchen wir den prachtvollen Goldenen Pavillon Kinkaku-ji, dessen goldene Fassade im Sonnenschein über dem See glitzert – ein Bild von unvergleichlicher Schönheit. Hinterher bummeln wir durch die Innenstadt von Shijo-Kawaramachi, wo wir das pulsierende Leben Kyotos kennenlernen: kleine Boutiquen, traditionelle Geschäfte und lebendige Straßenszenen erwarten uns. Zum Abschluss nehmen wir an einer Teezeremonie teil – eine Einladung, in die Feinheit und Ästhetik der japanischen Kultur einzutauchen.
4. Tag | Sonntag, 6. September 2026 Kyoto
Heute erwarten uns weitere Höhepunkte Kyotos. Der Silberne Pavillon Ginkaku-ji besticht durch seine elegante Schlichtheit und den kunstvollen Moosgarten, der zum Verweilen einlädt. Von dort aus spazieren wir den malerischen Philosophenweg entlang – ein idyllischer Ort, der einst Philosophen und Dichter inspirierte. Wir besichtigen außerdem den Heian-Schrein mit seinem imposanten Torii und den weitläufigen Garten, der zu den schönsten der Stadt gehört. Am Nachmittag erkunden wir die traditionellen Viertel von Higashiyama und Gionmit ihren verwinkelten Gassen, alten Holzhäusern und Handwerksläden. Hier spüren wir den Zauber des alten Japans. Am Abend erwartet uns ein gemeinsames Abendessen.
5. Tag | Montag, 7. September 2026 Kyoto – Nara – Kyoto
Unser Ausflug führt uns in die ehemalige Hauptstadt Nara, die für ihre Tempel, Schreine und zahmen Hirsche bekannt ist. Wir besuchen den majestätischen Todai-ji-Tempel, der die größte bronzene Buddhastatue der Welt beherbergt – ein überwältigender Anblick. Danach spazieren wir durch den Nara-Park, wo uns die freilaufenden Hirsche sicher neugierig entgegenkommen. Von hier aus geht es zum Kasuga-Schrein, der für seine Hunderte von steinernen und bronzenen Laternen berühmt ist. Am frühen Abend kehren wir nach Kyoto zurück.
6. Tag | Dienstag, 8. September 2026 Kyoto
Am Vormittag besuchen wir die Burg Nijo-jo, die einst Sitz der Tokugawa-Shogune gewesen ist. Wir bestaunen die kunstvollen Wandmalereien, die „Nachtigallenböden“, die bei jedem Schritt singen, und die majestätische Architektur. Danach fahren wir weiter ins Miho-Museum, das inmitten der Berge liegt und durch seine eindrucksvolle Architektur von I. M. Pei besticht. Neben der einzigartigen Sammlung von Kunstwerken aus aller Welt ist schon der Weg dorthin ein Erlebnis. Am Abend genießen wir wieder ein gemeinsames Abendessen.
7. Tag | Mittwoch, 9. September 2026 Kyoto – Himeji
Heute verlassen wir Kyoto und erreichen die Stadt Himeji, die für ihre prächtige weiße Burg berühmt ist, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Sie wird auch „Burg des weißen Reihers“ genannt und gilt als die schönste Burg Japans Nach unserer Besichtigung spazieren wir durch die Koko-en-Gärten, eine liebevoll angelegte Gartenanlage unweit der Burg. Anschließend fahren wir mit der Seilbahn zum Mt. Shosha, wo uns eine historische Tempelanlage erwartet, die schon oft als Filmkulisse gedient hat.
8. Tag | Donnerstag, 10. September 2026 Himeji – Naoshima – Okayama
Natur und Kunst verschmelzen auf der Insel Naoshima, die bis in die neunziger Jahre ein verschlafener Ortmitten im Seto Inlandsee gewesen ist. Heute pilgern Kunstliebhaber aus aller Welt nach Naoshima. Zeitgenössische Architektur und Natur verschmelzen auf einzigartige Weise miteinander. Wir besuchen das Chichu Art Museum, das von Tadao Ando entworfen wurde und in dem Kunstwerke von Claude Monet, JamesTurrell und Walter De Maria präsentiert werden. Anschließend schauen wir uns das außergewöhnliche Museum Benesse House an, das ebenfalls von Tadao Ando gebaut wurde. Zum Abschluss besichtigen wir noch die Hiroshi Sugimoto Galerie, ehe wir nach Okayama weiterreisen.
9. Tag | Freitag, 11. September 2026 Okayama – Kurashiki – Kanazawa
Wir beginnen unser Tagesprogramm in Kurashiki, wo uns die Altstadt mit ihren weißen Speicherhäusern und der idyllische Kanal im Bikan-Viertel in vergangene Zeiten zurückversetzen. Ein Höhepunkt ist der Besuch des Ohara-Kunstmuseums, das als erstes Museum für westliche Kunst in Japan Werke großer Meister wie Monet und Matisse zeigt. Am Nachmittag setzen wir unsere Reise mit dem Shinkansen fort, dem berühmten japanischen Hochgeschwindigkeitszug. Mit bis zu 300 km/h gleiten wir leise und komfortabel durch die Landschaft. Die präzise Organisation, die minutengenaue Pünktlichkeit und der Komfort an Bord machen die Zugfahrt zu einem Erlebnis. Über Kyoto und Tsuruga erreichen wir schließlich Kanazawa, eine Großstadt am japanischen Meer, die besonders für Ihre Blattgoldherstellung bekannt ist.
10. Tag | Samstag, 12. September 2026 Kanazawa
Heute erkunden wir die kulturellen Schätze Kanazawas. Ein Höhepunkt ist der Besuch des Kenroku-en-Gartens, einem der berühmtesten Landschaftsgärten Japans. Er vereint sechs klassische Gartenattribute –Weite, Abgeschiedenheit, Kunstfertigkeit, Alter, Wasserläufe und Ausblicke – und lädt zu einem entspannten Spaziergang ein. Anschließend steht das 21st Century Museum of Contemporary Art auf unserem Programm, das mit seiner modernen Architektur und spannenden internationalen Ausstellungen einen interessanten Kontrast zum traditionellen Japanbild bildet. Am Abend genießen wir ein gemeinsames Abendessen.
11. Tag | Sonntag, 13. September 2026 Kanazawa – Nagano – Matsumoto
Mit dem Shinkansen fahren wir nach Nagano, wo uns unser Reisebus erwartet. Nach einer knappen Stundeerreichen wir eine Wasabifarm, wo wir Interessantes über den Anbau dieser besonderen Pflanze erfahren. Bei einem Mittagessen probieren wir Gerichte mit echtem, frisch geriebenem Wasabi – ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Anschließend geht es weiter nach Matsumoto, wo wir die imposante Burg Matsumoto, die „schwarze Krähenburg“, besichtigen. Zum Abschluss unseres Tagesprogramms besuchen wir das Matsumoto Museum of Art, in dem die weltweit größte Sammlung von Werken der Künstlerin Yayoi Kusama präsentiert wird.
12. Tag | Montag, 14. September 2026 Matsumoto – Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark
Wir fahren in den Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark. Am Ufer des Kawaguchi-Sees genießen wir bei gutem Wetter im Oishi-Park den Blick auf den majestätischen Fuji, dessen Form wie ein perfekter Kegel in den Himmel ragt. Danach unternehmen wir eine Bootsfahrt auf dem Ashino-ko-See, der sich vor über 3000 Jahren im Krater des Hakone Vulkans gebildet hat. Bei gutem Wetter hat man von hier aus einen spektakulären Blick auf den BergFuji. Mit einer Seilbahn fahren wir ins vulkanische Tal von Owakudani – ein weiteres eindrucksvolles Naturschauspiel. Abends kehren wir in einem traditionellen Ryokan ein. Hier erleben wir japanische Gastfreundschaft in ihrer ursprünglichsten Form: Wir schlafen in japanischen Zimmern (ausgestattet mit Betten) und genießen ein mehrgängiges Kaiseki-Abendessen, das mit viel Liebe zum Detail zubereitet wird und die Jahreszeiten kulinarisch widerspiegelt. Danach bleibt Zeit, im hauseigenen Onsen zu entspannen – in den heißen Quellen lassen wir die Eindrücke des Tages in wohliger Ruhe nachklingen.
13. Tag | Dienstag, 15. September 2026 Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark – Tokyo
Auf unserem Weg nach Tokyo besuchen wir das elegante POLA-Museum, das inmitten der Natur im ausgedehnten Waldgebiet von Hakone liegt. Das Museum geht auf die Initiative des Kosmetik-Unternehmers Suzuki Tsuneshi zurück. Die Sammlung ist geprägt vom Geschmack und den Interessen des Museumsgründers. Gut 400 hochkarätige Gemälde bedeutender europäischer Künstler des 19. und 20.Jahrhunderts werden in der Ständigen Sammlung mit westlich-orientierter Malerei aus Japan gezeigt. Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt des 2003 eröffneten Museums liegt auf moderner japanischer Kunst. Anschließend sehen wir uns das Edo-Tokyo-Freilichtmuseum an. Hier schlendern wir durch rekonstruierte Straßen vergangener Jahrhunderte und betreten historische Häuser, Kaufmannsläden und Samurai-Residenzen. Wir erhalten einen lebendigen Eindruck davon, wie die Menschen in der Edo-Zeit und danach gelebt haben. Am späten Nachmittag erreichen wir die japanische Hauptstadt Tokyo, die uns mit ihrem pulsierenden Rhythmus empfängt.
14. Tag | Mittwoch, 16. September 2026 Tokyo
Wir beginnen den Tag mit einem Ausblick von der Aussichtsplattform des Shinjuku-Rathauses, von wo wir bei klarer Sicht bis zum Berg Fuji blicken können. Danach besuchen wir den Meiji-Schrein, eine der wichtigsten Shinto-Stätten des Landes, der mitten in der Großstadt liegt und von einem dichten Wald umgeben ist. Im Stadtteil Harajuku tauchen wir in die bunte Jugendkultur Tokyos ein, bevor wir im NEZU-Museum eine herausragende Sammlung ostasiatischer Kunstwerke kennenlernen. Der angeschlossene Garten gilt als einer der schönsten Museumsgärten Japans. Den Abend lassen wir im belebten Shibuya ausklingen, wo die berühmteste Kreuzung der Welt zum Inbegriff des modernen Tokyos wird.
15. Tag | Donnerstag, 17. September 2026 Tokyo
Heute erleben wir das traditionsreiche Viertel Asakusa, wo uns zunächst der farbenfrohe Senso-ji-Tempelerwartet. Über die Einkaufsstraße Nakamise-dori mit ihren kleinen Ständen erreichen wir das Tempeltor und tauchen in die geschichtlichen Anfänge Tokyos ein. Danach besuchen wir das Tokyo National Museum, das älteste und bedeutendste Museum Japans. Es präsentiert eine beeindruckende Sammlung von Kunst und Kulturschätzen – von Samurai-Rüstungen über Kalligraphien bis hin zu buddhistischen Skulpturen. Zum Abschluss unseres Tagesprogramms spazieren wir durch den Hamarikyu-Garten, eine grüne Oase mit kunstvollgestalteten Teichanlagen und Teepavillons – ein Ort der Ruhe inmitten der Millionenstadt.
16. Tag | Freitag, 18. September 2026 Tokyo – Nikko – Tokyo
Unser letzter Tagesausflug bringt uns nach Nikko, ein wahres Juwel im UNESCO-Welterbe. Wir besuchen den prachtvollen Toshogu-Schrein, die letzte Ruhestätte von Tokugawa Ieyasu, dem Gründer des Tokugawa-Shogunats. Goldene Schnitzereien, kunstvolle Verzierungen und bekannte Motive wie die „drei weisen Affen“ machen diesen Schrein einzigartig. Auch der Taiyuin-Tempel beeindruckt mit seiner prunkvollen Architektur und der malerischen Lage im Wald. Abends erwartet uns in Tokyo ein Abschiedsdinner, bei dem wir unsere gemeinsame Reise angemessen ausklingen lassen.
17. Tag | Samstag, 19. September 2026 Rückreise
Nach zwei unvergesslichen Wochen in Japan geht es zurück nach Europa. Nach dem Frühstück bringt uns ein Bus zum Flughafen Haneda. Unsere Lufthansa Maschine startet gegen Mittag. Wir landen am frühen Abend in Frankfurt und unser Bus bringt uns anschließend zurück nach Saarbrücken.
Leistungen:Leistungen
Flug- und Busrundreise, 17 Tage
Linienflug mit Lufthansa ab/ bis Frankfurt, 23 kg Freigepäck, alle Steuern und Abgaben, 15 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels, 7 Abendessen, 1 Mittagessen, Gepäckversand, 2 Zugfahrten mit dem Shinkansen in der 2. Klasse, alle Busrundfahrten, Führungen und Eintrittsgelder laut Programm, kunsthistorische Reiseleitung.
Reiseleitung: Karl Meiser, Sabine Geith und qualifizierte örtliche Reiseleiter
Reisepreis:
7.980 € pro Person im Doppelzimmer
870 € Einzelzimmeraufschlag
Aufpreis für Sitzplätze in der Premium Economy: 1.090,- € pro Person
Aufpreis für Sitzplätze in der Business Class: 2.890,- € pro Person
