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ZÜRICH/Winterthur

(Kunsthaus Zürich (Eröffnung Chipperfield Bau), Kunst Museum Winterthur)

29. Nov. bis 2. Dez. 2021

 

Sehr verehrte Mitglieder,

liebe Freundinnen und Freunde der Kunst,

von der ersten Idee und Projektskizze bis hin zur Eröffnung sind 20 Jahre vergangen. Nun ist der Erweiterungsbau des  Kunsthauses Zürich eröffnet und bildet zusammen mit den Bestandsbauten das größte Kunstmuseum der Schweiz. Der britische Architekt David Chipperfield, der in Deutschland vor allem für Museumsbauten wie etwa das Essener Folkwang Museum oder jüngst die James-Simon-Galerie (Berliner Museumsinsel) bekannt ist, hatte 2008 den Wettbewerb zur Errichtung des Erweiterungsbaus gewonnen. Sein Berliner Team realisierte den Erweiterungsbau in knapp fünf Jahren.

Ferner steht ein Besuch der Ausstellung „Close-up“ in der Fondation Beyeler in Basel sowie eine Visite des Kunst Museums Winterthur auf unserem Programm.

 

 

Vorgesehener Reiseverlauf:

Montag, 29. November 2021: Fondation Beyeler, Basel – Zürich

Am Morgen starten wir mit einem Reisebus über Straßburg nach Basel/Riehen. Dort haben sich 1997 die Basler Galeristen Hildy und Ernst Beyeler inmitten eines weitläufigen Parkgeländes ein Museum für ihre private Kunstsammlung bauen lassen. Ihre Kunstgalerie in der Basler Bäumleingasse galt seit den 50er Jahren als eine der weltweit besten Adressen für Kunst der Klassischen Moderne. Parallel zu ihrer Geschäftstätigkeit baute sich das Paar eine private Kunstsammlung mit ausgesuchten Werken der von ihnen vertretenen Künstler auf, die sie 1982 in eine Stiftung überführten. Die 200 Bilder und Skulpturen umfassende Sammlung dokumentiert die ganz persönliche Sicht der Beyelers auf die klassische Moderne. Neben Werken von Klee, Cézanne, Picasso, Rousseau, Mondrian, Matisse, Newman, Bacon, Dubuffet und Baselitz besitzt die Fondation Beyeler Objekte aus Afrika und Ozeanien, die in einen direkten Dialog mit den übrigen Kunstwerken gesetzt wurden. Als Architekt konnte Renzo Piano verpflichtet werden, der einen lichtdurchfluteten Kubus schuf, den er unspektakulär in das dörflich geprägte Riehen eingepasst hat. Im Laufe der Jahre hat sich die Fondation Beyeler mit ihren qualitätvollen Sonderausstellungen einen exzellenten Ruf erworben.

Nach unserer Ankunft in Riehen werden wir uns zunächst eine Pause für einen Mittagsimbiss gönnen und uns danach am frühen Nachmittag die Sonderausstellung „Close-up“ ansehen. Gezeigt werden Werke von Künstlerinnen, deren Schaffen herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne seit 1870 bis heute darstellen. Es ist der Zeitraum, zu dessen Beginn es Künstlerinnen in Europa und Amerika erstmals möglich wurde, auf breiter Basis professionell tätig zu sein. Im Zentrum der Ausstellung stehen neun Künstlerinnen, denen die Konzentration auf die Darstellung von Menschen, auf Porträts und Selbstporträts gemeinsam ist. Die Französin Berthe Morisot und die Amerikanerin Mary Cassatt, beide aktiv in den 1870er und 1880er Jahren in Paris, der Metropole des damaligen aktuellen Kunstschaffens; die Deutsche Paula Modersohn-Becker um 1900 bis 1907 zwischen der norddeutschen Provinz Worpswede und der Weltstadt Paris; die Deutsche Lotte Laserstein um 1925 bis 1933 im großstädtischen Berlin der Weimarer Republik; die Mexikanerin Frida Kahlo seit Ende der 1920er Jahre bis um 1950 in Mexiko City; die Amerikanerin Alice Neel seit Ende der 1920er bis Anfang der 1980er Jahre, zuerst in Kuba, dann in Manhattan, von Greenwich Village über Spanish Harlem bis zur Upper West Side; Marlene Dumas, aufgewachsen in Südafrika in der Hochphase der Apartheid, seit 1976 in Amsterdam; zur gleichen Zeit die Amerikanerin Cindy Sherman in New York, dem von einer neuen Generation geprägten westlichen Brennpunkt zeitgenössischer Kunst; schließlich die Amerikanerin Elizabeth Peyton seit den 1990er Jahren, zwischen New York und Westeuropa. Das Interesse der Ausstellung gilt dem spezifischen Blick der Künstlerinnen auf ihre eigene Umgebung, der in den Porträts und Bildern ihrer selbst und von anderen zum Ausdruck kommt. In der Zusammenschau lässt sich erleben, wie sich der Blick der Künstlerinnen auf ihr Gegenüber zwischen 1870 und heute wandelt und was ihn auszeichnet.

Nach dem Besuch der Fondation setzen wir unsere Reise fort und werden am Spätnachmittag Zimmer in unserem Hotel in Zürich beziehen. Zum Abendessen sind wir im Hotelrestaurant zu Gast.

 

Dienstag, 30. November 2021: Kunsthaus – Architekturrundgang I (Chagall-Fenster)

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Kunsthaus am Heimplatz. Es gehört zu den qualitätvollsten Museen der Schweiz und genießt weltweit einen exzellenten Ruf. Der Sammlungsbogen reicht vom Spätmittelalter bis zur klassischen Moderne. Von den knapp 4.000 Gemälden und Skulpturen sowie 95.000 grafischen Werken sind etwa 1.000 Exponate permanent ausgestellt. Höhepunkte bilden nicht nur die größte Munch-Sammlung außerhalb Norwegens sowie die umfangreichste Werksammlung Alberto Giacomettis und zuletzt die Integration der Sammlung Emil Bührle, sondern auch herausragende Gemälde des Impressionismus und der klassischen Moderne – von Picasso, Monet und Chagall bis hin zu Beckmann, Kokoschka und Corinth. Deutlich sichtbar wird die lange Geschichte des Hauses auch an seiner Architektur: der Ursprungsbau von Karl Moser aus dem Jahr 1910 wurde immer wieder durch Anbauten erweitert.

Der Entwurf für den Erweiterungsbau, der in diesem Frühjahr fertiggestellt und erst vor wenigen Wochen eröffnet worden ist, stammt von dem Büro des britischen Architekten David Chipperfield. Das Konzept des Architekten sah ein klar gegliedertes Gebäude in streng geometrischen Linien vor, das den Raum am Heimplatz selbstbewusst einnimmt: ein lichtdurchfluteter Quader, der von drei Seiten aus zugänglich ist und eine starke Ausstrahlung und Anziehungskraft besitzt.

Am Nachmittag werden wir Zürich zunächst vom Bus aus erkunden und die Aussicht auf die Stadt von der ETH aus genießen. Anschließend unternehmen wir einen Spaziergang durch die Züricher Altstadt und wir werden wichtige Bauten des historischen Stadtkerns links der Limmat kennen lernen: Bahnhofstraße, Lindenhof und Fraumünster. Im gotischen Fraumünster können wir die großen Chagall-Fenster bewundern, die der Maler in den Jahren nach 1967 geschaffen hat. Der Abend steht zur freien Verfügung.

 

Mittwoch, 1. Dezember 2021: Kunst Museum Winterthur (Oskar Reinhart)

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns am späten Vormittag auf den Weg nach Winterthur. Der Industrielle Oskar Reinhart (1885-1965) hat in seiner Villa „Am Römerholz” eine Gemäldesammlung mit einem bemerkenswerten Gespür für exzellente Qualität zusammen getragen. Französische Impressionisten bilden einen Schwerpunkt dieser Sammlung, die ansonsten keinem kunsthistorischen Ordnungsschema folgte. Reinharts Sammlung genießt Weltruf und ist die vielleicht schönste Privatsammlung der Schweiz. Oskar Reinhart war der Spross einer Winterthurer Handelsdynastie. Von Kindesbeinen an hatte er engen Kontakt zu jungen Künstlern, die sein Vater mäzenatisch unterstützte. Er begann früh konsequent höchste Qualität zu sammeln; bisweilen mit einer geradezu bewundernswerten Ausdauer. Mit 39 Jahren konnte er sich aus dem Familienunternehmen zurückziehen, um sich ausschließlich seiner Kunstsammlung zu widmen. Der Genfer Architekt Maurice Turrettini hatte in den Jahren 1915-18 für einen Winterthurer Industriellen die Villa "Am Römerholz" errichtet. Die großbürgerliche Villa wurde 1924 von Oskar Reinhart erworben. Gleich nach dem Kauf beauftragte er Turrettini mit dem Anbau einer Gemäldegalerie, in der er seine Sammlung unterbringen konnte und der Öffentlichkeit zugänglich machte. In diesem Domizil lebte Reinhart, umgeben von den geliebten Werken, bis zu seinem Tod. Wir werden die Sammlung kennen lernen und nach der Mittagspause nach Zürich zurückkehren.

Der Nachmittag steht zu Ihrer individuellen Verfügung.

 

Donnerstag, 2. Dezember 2021: Architekturrundgang II (Polke-Fenster)

Nach dem Frühstück setzen wir unseren Stadtrundgang auf dem rechtsseitigen Ufer der Limmat fort. Zunächst spazieren wir zum historischen Rathaus, schauen uns die Zunfthäuser an und bummeln durch das Gassengewirr zum gotischen Großmünster, für das Sigmar Polke 2009 zwölf Glasfenster entworfen hat. Nach der Mittagspause, die wir in diesem ansprechenden Stadtquartier verbringen, fahren wir über Basel zurück nach Saarbrücken und Homburg.

       ***Änderungen vorbehalten***

 

 

Unsere Leistungen:

Busreise ab/bis Homburg/Saarbrücken* in einem Reisebus mit WC und Klimaanlage inkl. sämtlicher Autobahn- und Parkgebühren, 3 Übernachtungen im guten 4****-Hotel Glockenhof im Zentrum Zürichs, alle Zimmer mit Dusche oder Bad, WC, Frühstücksbüffet, ein gemeinsames Abendessen im Hotelrestaurant ohne Getränke, alle Rundfahrten, Führungen und Eintrittsgelder lt. Programm, Trinkgelder, kunsthistorische Reiseleitung.

Nicht eingeschlossen sind alle nicht ausdrücklich so bezeichneten Leistungen; Reiserücktrittskostenversicherung, weitere Mahlzeiten, Getränke sowie alle übrigen Ausgaben privater Natur und Nebenkosten im Hotel (Telefon etc).

* Abfahrt: in Homburg, um 7.30 Uhr, Am Mühlgraben 30, Parkplatz Hohenburg-Jugendherberge; in Saarbrücken, um 8.00 Uhr, Zentraler Busbahnhof (ZOB), Dudweilerstraße 98

 

Gerne organisieren wir auf Wunsch einen Taxitransfer von Ihrem Zuhause (und zurück) zu den Abfahrtsorten in Saarbrücken/Homburg.

 

Veranstalter:

König & Meiser Kulturreisen, Kleinblittersdorf

Es gelten die allgemeinen Zahlungs- und Reisebedingungen der Firma "König und Meiser Kulturreisen", Kleinblittersdorf, sowie bei Abweichungen die Bedingungen der Leistungsträger. Änderungen durch die Leistungsträger vorbehalten.

 

Reiseleitung:

Karl Meiser und örtliche Führer

 

Begleitung Fördergesellschaft:

Dr. Elke Schwarz

 

Reisepreis:

990,00 Euro pro Person im Doppelzimmer

140,00 Euro Einzelzimmerzuschlag

(Sollten noch zusätzliche Plätze verfügbar sein, können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Aufschlag: 50,00 Euro)

Optional: Reiserücktrittskostenversicherung (Hanse Merkur): 45,00 EUR p.P./DZ; 65,00 EUR p.P./EZ

 

Anmeldeschluss:

31. Oktober 2021

Mindestteilnehmerzahl: 18 Personen

Anmeldebestätigung erfolgt nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl

 

EU-Pauschalreiserichtlinie ab 1. Juli 2018

Ab dem 1. Juli 2018 ist das neue Reiserecht anzuwenden. Grundlage dafür ist die überarbeitete EU-Pauschalreiserichtlinie, die uns als Reisevermittler und Sie als Kunden gleichermaßen betrifft.

Wir sind als Reisevermittler ab dem 1. Juli 2018 verpflichtet, Ihnen das „Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise nach § 651a des Bürgerlichen Gesetzbuchs” zuzustellen. Bei jeder künftigen Reisebuchung müssen Sie auf der Reiseanmeldung den Erhalt dieser Information bestätigen.

Das Formblatt finden Sie hier.

 

 

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Informationen für Nichtmitglieder:

Sollten noch zusätzliche freie Plätze verfügbar sein, können auch Nichtmitglieder (zusätzl. Gebühr) teilnehmen.